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SSD: Verlötet im neuen Mac mini, tauschbar im neuen Mac Studio
Bislang ließen sich die NAND-Module in Apples Kompakt-Macs wechseln. Beim Mac Studio M5 Max und Ultra bleibt das so, nicht jedoch bei Mac mini M6 und M5 Pro.
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Rolle rückwärts bei Apple: Eine Erweiterungsmöglichkeit der SSD im Mac mini, wie sie beim Vorgänger M4 und M4 Pro noch inoffiziell existierte, wurde bei den neuen Modellen mit M6 und M5 Pro nun gestrichen. Wie die Öffnung der Geräte zeigt, hat Apple die NAND-Module nun fest verlötet, was einen Austausch ohne einen komplexen Eingriff unmöglich macht.
Expand Mac mini, ein Unternehmen, das sich auf NAND-Nachrüstkits für den alten Mac mini spezialisiert hatte, hat dies detailliert überprüft. Damit arbeitet Apple beim Mac mini M6 und M5 Pro wieder so, wie dereinst bei den Varianten mit M1-, M2- und M3-Chip. Auch dort waren die NAND-Module auf der Hauptplatine verlötet. Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Beim zusammen mit dem neuen Mac mini M6 und M5 Pro erschienenen Mac Studio M5 Ultra und M5 Max hat sich nichts geändert, hier bleibt ein NAND-Austausch möglich, sobald sich ein Anbieter findet, der passende Module baut.
„Kein Steckplatz bedeutet, dass es nichts auszutauschen gibt, und dass für uns nur noch sehr wenig Platz übrig bleibt. Im August hatten wir angekündigt, dass wir unsere Verfügbarkeiten [für neue Modelle] ausweiten würden, sobald wir echte Hardware getestet hätten. Das ist das Ergebnis – und es ist nicht das, was wir uns erhofft hatten“, so das Expand-Mac-mini-Team. Die Firma will nun nach weiteren Lösungen suchen, hält diese aber für sehr unwahrscheinlich – zum Umlötungsdienstleister will man augenscheinlich nicht werden. Die Firma betont, dass Käufer des Mac mini M6 und M5 Pro die verfügbaren Module nicht kaufen sollten. „Sie passen nicht.“
Die von Apple vorgelegten Reparaturunterlagen für die beiden neuen Mac-mini-Modelle sind bislang äußerst dünn, sprechen aber für diese Erkenntnis. Es ist unklar, warum Apple die Entscheidung getroffen hat, womöglich wollte der Konzern im Gehäuse etwas Platz sparen oder benötigte diesen für eine bessere Kühlung von M5 Pro oder M6. Für Apple selbst ist die fehlende Austauschmöglichkeit ohnehin eher positiv, da sie Kunden dazu zwingt, gegebenenfalls deutlich teurere Modelle mit größerer SSD zu erwerben, da der Aufrüstweg nicht mehr existiert. Nutzer können nur noch mit externen SSDs arbeiten, die durch Thunderbolt immerhin flott angebunden sind.
Bei den beiden neuen Mac-Studio-Varianten mit M5 Max und M5 Ultra gibt es hingegen gute Neuigkeiten. Hier kann man die SSD-Module laut Apples offizieller Reparaturdokumentation weiterhin austauschen, sie müssen allerdings paarweise getauscht werden – außer bei den Konfigurationen mit 512 GByte, 1 TByte und 2 TByte, die jeweils ein einzelnes Modul besitzen.
Allerdings betont Apple, dass die SSDs explizit für das jeweilige Mac-Studio-Modell abgestimmt sein müssen. Das heißt: Anfangs funktionieren nur offizielle Apple-Module, deren Ersatzteilpreis zunächst unbekannt ist. Anbieter wie Expand Mac mini dürften nun versuchen, diese Module nachzubauen, um sie dann vergünstigt verkaufen zu können. Das dürfte einige Monate dauern. M.2-Module lassen sich wie erwartet nicht verwenden, Apple nutzt proprietäre Technik.
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