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Foldable-Markt soll sich bis 2028 auf 36 Millionen Geräte verdoppeln
von Carsten Knobloch
26. Sep. 2026 |
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Der Markt für faltbare Smartphones nimmt nach einer vorübergehenden Delle wieder Fahrt auf, zumindest laut Wahrsagern: Laut einer aktuellen Prognose der Marktforscher von Omdia sollen die weltweiten Auslieferungen von Foldables bis 2028 auf 36 Millionen Einheiten steigen. Das entspräche mehr als einer Verdopplung gegenüber den 18,2 Millionen Geräten aus dem Jahr 2025.
Hintergrund für den neuen Schwung ist hauptsächlich ein Formfaktorwechsel bei den Geräten im Buchformat (Book-Type). Statt extrem schmaler und langer Außendisplays setzen Hersteller vermehrt auf ein breiteres Format ("Wide-Format"). Das Außendisplay lässt sich dadurch im Alltag wie ein normales Smartphone bedienen, während das aufgeklappte Innendisplay ein fast quadratisches, tabletartiges Seitenverhältnis bietet. Huawei hatte diesen Trend im Mai 2026 mit dem Pura X Max angestoßen, Samsung zog im August mit dem Galaxy Z Fold 8 nach. Weitere Android-Hersteller dürften in den kommenden Monaten folgen.
Die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 zeigen allerdings auch eine deutliche Zweiteilung des Marktes: Während Foldables im Buchformat stabil blieben und 69 Prozent aller Auslieferungen ausmachten (wobei Huawei und Samsung zusammen 75 Prozent dieses Segments beherrschen), brachen klassische Klapp-Smartphones (Flip-Type) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent ein. Insgesamt sanken die Foldable-Lieferungen im ersten Halbjahr 2026 um 21,6 Prozent auf 5,1 Millionen Einheiten.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Omdia wieder mit einer Erholung auf über 22 Millionen Geräte (plus 22 Prozent). Trotz des kontinuierlichen Wachstums bleiben Foldables langfristig aber ein reines Premium-Nischenthema: Bis 2030 prognostizieren die Marktforscher rund 45 Millionen Einheiten weltweit, was weniger als 3 Prozent des gesamten Smartphone-Marktes ausmacht. Hohe Produktionskosten für Scharniere, Spezialglas und flexible Panels halten die Preise oben, während Hersteller die Geräte bewusst im Hochpreissegment positionieren.
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