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SteamOS für Snapdragon: Armada OS reduziert Standby-Verbrauch auf Arm-Handhelds
Mit Armada OS 20260926 erhält das alternative Betriebssystem für ARM-Handhelds ein umfangreiches Update. Auf Snapdragon-Geräten soll der Akkuverbrauch im Standby um bis zu 50 Prozent sinken. Darüber hinaus bringt die neue Version Verwaltungswerkzeuge, optimierte Eingabegeräte und eine breitere Hardware-Unterstützung.
Armada OS versteht sich als alternatives Betriebssystem für leistungsstarke Arm-Handhelds, das x86-PC-Spiele aus dem SteamOS-Umfeld vollständig auf Arm-Geräten lauffähig machen soll. Inzwischen unterstützt das Projekt zahlreiche Prozessoren und Gerätemodelle und liefert zudem eine Vielzahl an Emulatoren für unterschiedliche Plattformen direkt mit. Auch nachdem Valves Gaming-Betriebssystem seit September 2026 mit Steam Frame erstmals offiziell auf einer Arm-Plattform läuft, will das Team die Entwicklung von Armada OS unverändert fortsetzen.
Mit Armada OS 20260926 erscheint nun ein umfangreiches Update, das insbesondere die Alltagstauglichkeit des Betriebssystems verbessern soll. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Standby-Verhalten: Auf Geräten mit Qualcomm Snapdragon SM8550, SM8650 und SM8750 soll Armada im Ruhezustand spürbar weniger Energie benötigen. Das Team beziffert die Reduzierung des Akkuverbrauchs auf bis zu 50 Prozent, wodurch sich entsprechend längere Laufzeiten ergeben. Auch beim Aufwachen wurde das Verhalten an mehreren Stellen optimiert, unter anderem soll sich die WLAN-Verbindung anschließend schneller wiederherstellen.
Mehr Kontrolle über das Betriebssystem versprechen die neuen Armada Tools, die das Projekt als Desktop-Anwendung samt Kommandozeilenschnittstelle einführt. Darüber lassen sich Geräteinformationen, Speicherbelegung, IP-Adressen sowie die installierten Versionen von Betriebssystem und Steam einsehen und kontrollieren. Auch SSH kann aktiviert werden, während für Aktualisierungen Stable-, Beta- und Preview-Kanäle zur Wahl stehen. Updates des Betriebssystems und Rollbacks auf die vorherige Version lassen sich ebenfalls durchführen, ohne dafür Steam starten zu müssen. Ergänzend kann eine Reparaturfunktion den mitgelieferten Steam-Client wiederherstellen, ohne Spiele, Spielstände, Accounts oder Einstellungen anzutasten.
Bei der Hardware-Unterstützung profitiert insbesondere das Retroid Pocket 6 von der neuen Version. Die Abtastrate des Touchscreens steigt von bislang 28 auf 119 Hz. Darüber hinaus wurden die analogen Eingaben der RSInput-Controller im Retroid Pocket 6 und Ayn Odin 3 verbessert und deren Melderate auf 250 Hz angehoben. Beim Odin 3 entfällt zusätzlich die bislang integrierte Deadzone der Analogsticks. Weitere Korrekturen betreffen die DisplayPort-Erkennung auf Retroid-Geräten mit SM8250 sowie Eingabeaussetzer bei Geräten, die über USB-Hubs oder Docks angeschlossen sind.
Parallel zu den Optimierungen bestehender Geräte wächst die Hardware-Unterstützung von Armada OS weiter. Mit dem Mangmi Pocket Max und Mangmi Air Y Pro kommen zwei weitere Modelle hinzu. Deren Implementierung befindet sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Den Release Notes zufolge funktioniert insbesondere die Audio-Ausgabe noch nicht wie vorgesehen.
Auch bei Grafik und Spielekompatibilität setzt das Update an mehreren Stellen an. Das Quick Access Menu soll fortan nicht mehr hinter einem laufenden Spiel erscheinen. Im Kernel kommen außerdem FEX-Funktionen zur Emulation nicht ausgerichteter atomarer Operationen sowie zum Backpatching hinzu. Für EmuDeck benötigte Abhängigkeiten sind ebenfalls Bestandteil des Systems, unter Waydroid wurden wiederum bislang fehlerhafte Controller-Eingaben korrigiert. Die Änderungen berücksichtigen das Anschließen und Entfernen von Controllern im laufenden Betrieb sowie Android-Neustarts und sollen dadurch doppelt erkannte Controller verhindern. Die Android-Mesa-Treiber von Armada stehen zudem bereits während der Ersteinrichtung zur Verfügung.
Weitere Änderungen betreffen Armada Control. Der eher konservativ agierende CPU-Governor wird mit dem Update unterstützt und ko