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Vision Pro 2: Diese Ideen verfolgt Apple laut Gurman
Apple arbeitet trotz Stellenabbau in der Mixed-Reality-Abteilung angeblich an vier Vision-Pro-Nachfolgern; ein Marktstart wäre erst um 2029 zu erwarten.
Meta hatte seinerzeit mit seinen Quest-Headsets und dem Metaverse vorgelegt. Apple schuf mit der Vision Pro seine eigene Vorstellung vom räumlichen Computing. Und jetzt ist es doch wieder Meta, das mit seinen neuen VR Glasses im Fokus der Öffentlichkeit steht. Doch trotz Stellenabbau in seiner Mixed-Reality-Abteilung soll Apple an potenziellen Nachfolgern seiner Vision Pro tüfteln – vier Konzepte seien dabei in der Erforschung.
N224 laute der Codename von Apples grundlegend überarbeitetem Vision-Pro-Nachfolger, berichtet Mark Gurman von der US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Gurman stützt seine Berichte auf anonyme Quellen im Unternehmen. Allerdings, so schränkt er ein: Beschlossen ist noch gar nichts. Ob am Ende überhaupt ein Gerät erscheint, sei offen. Vor Ende 2028 oder Anfang 2029 sei mit einem Marktstart wahrscheinlich nicht zu rechnen.
Apples Vorstellungen für eine Vision Pro 2 gehen nach Gurmans Darstellung teilweise in die Richtung, die Meta mit seinen brillenähnlicheren VR Glasses vorgegeben hat: Das Wearable soll leichter werden und weniger wuchtig aussehen. Anders als bei Meta würde Apple gerne im besten Falle auf den Akkupuck verzichten, der die Stromversorgung derzeit in ein externes, per Kabel verbundenes Kästchen auslagert.
Eines der vier Designs in der Prüfung knüpfe an die derzeitige eiförmige Grundform der aktuellen Vision Pro an, berichtet Gurman in seinem wöchentlichen Newsletter „Power on“. In der Erprobung seien auch Gewichtsreduktionen mit Kunststoff, Titan, anderen Metallen und weiteren Materialien. Auch ein Beibehalten des Pucks werde in Erwägung gezogen – dann aber vielleicht nicht nur mit eingebautem Akku, sondern auch mit Rechenkomponenten, um den Träger auf dem Kopf zu entlasten. Führende Apple-Manager halten einen externen Puck laut Gurman allerdings für eine schlechte Nutzererfahrung und bevorzugen ein All-in-one-Design.
Hoffnungen, dass Apple das Thema wie einst vor Vorstellung der ersten Vision Pro 2023 mit Hochdruck verfolgt, lassen sich aus Gurmans Artikel nicht ableiten. Die Arbeit laufe auf „Life Support“ – in Star-Trek-Sprache: Nur die Lebenserhaltung läuft noch, also das absolute Minimum.
Dass Apple aber überhaupt der Vision Pro eine weitere Chance gibt, bricht mit den schlechten Nachrichten der vergangenen Monate. Anders als sein Vorgänger Tim Cook galt der neue CEO John Ternus lange als Skeptiker. In einem Interview gab er sich kürzlich aber versöhnlich und sprach davon, dass das Gerät, das sich bislang schlecht verkauft haben soll, eine strahlende Zukunft habe. Zu den schlechten Verkäufen passt, dass Apple zuvor bereits das Werbebudget für die Vision Pro um mehr als 95 Prozent gekürzt hatte.
Drei Nachfolgeprojekte soll Apple laut Gurman aber bereits eingestellt haben. N107 war eine Datenbrille, die Rechenfunktionen und weitere Komponenten auf einen Mac oder ein anderes Gerät auslagern sollte. N100 sah eine Art „Vision Air“ vor und wurde dem Vernehmen nach vor einem Jahr auf Eis gelegt. N109 zog eine leichtere und günstigere Vision Pro in Erwägung. In den vergangenen Monaten sickerte dann durch, dass Apple das Entwicklungsteam der Vision Pro verkleinert haben soll – zunächst waren es mindestens 60 Kündigungen in der Vision Products Group, später wurde von über 200 Entlassungen quer durch die Apple-Organisation berichtet. Der Fokus habe sich auf Smartglasses und AirPods mit Kameras verschoben. Wie groß Apple bei den Smartglasses denkt, zeigte zuletzt ein Bericht zur Smartglasses-Strategie des Konzerns, der allerdings noch einige Jahre Entwicklungszeit veranschlagt.
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