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Nothing Headphone (1) Pro vorgestellt: Over-Ear-Kopfhörer kommen mit drei Treibern
von Felix Frank
29. Sep. 2026 |
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Nothing erweitert seine Over-Ear-Reihe und stellt den Headphone (1) Pro vor. Hierbei handelt es sich nicht um einen Nachfolger der Headphone (1) (hier mein Testbericht), sondern man ergänzt das Portfolio nach oben. Beide Kopfhörer bleiben also parallel im Programm, unterscheiden sich aber in einigen Feinheiten. Mit dem Pro-Modell richtet man sich an Enthusiasten und anspruchsvolle Nutzer – etwa DJs oder Musikproduzenten, bietet aber auch Funktionen für den alltäglichen Musikgenuss.
Der größte Unterschied steckt im Inneren. Statt eines einzelnen, von KEF abgestimmten Treibers setzt man beim Pro-Modell auf eine Dreifach-Architektur: ein 40-mm-Basstreiber, ein 13 × 8 mm großer Precision-Treiber für den Mittenbereich und ein xMEMS-Hochtöner mit Silizium-Membran decken gemeinsam den Frequenzbereich von 20 Hz bis 40.000 Hz ab. Die Abstimmung übernimmt diesmal Nothing selbst in Kooperation mit den Metropolis Studios in London. Aus dieser Zusammenarbeit geht unter anderem ein neutraler Flat EQ hervor, der sich über einen physischen Schalter aktivieren lässt und sämtliche Sound-Anpassungen neutralisiert. Ansonsten bleibt die Bedienung bei den taktilen Eingabeelementen der Headphone (1), die mir sehr zusagten.
Auch bei der Geräuschunterdrückung legt man nach: Zehn Mikrofone statt sechs, bis zu 46 dB Dämpfung und laut Hersteller im Schnitt 5 dB mehr Reduktion als beim Headphone (1), verteilt über einen breiteren Frequenzbereich. Beim Material wechselt Nothing zu einer Mischung aus Aluminium, gefrästem Titan und Glas (9H Panda Glas, kratzresistent) bei der Verkleidung der Ohrmuscheln. Der Schaum der Polster und das Kopfband seien zudem weicher, das Kopfband zusätzlich etwas breiter.
Die Ohrenpolster lassen sich nun bequem selbst abnehmen und bei Bedarf austauschen – entsprechende Ersatzteile kann man bei Nothing erwerben. Der Akku ist tauschbar, lässt sich aber nicht ohne weiteres durch Endnutzer selbst auswechseln, da plant man, im kommenden Jahr nachzulegen.
Ansonsten? Statt einer Stofftasche setzt man jetzt auf ein Hardcase, welches nur den unteren Teil der Kopfhörer verpackt. Mit 327 Gramm wiegen die Headphone (1) Pro minimal weniger als das 329 Gramm schwere Basismodell. Neu sind zudem Bluetooth 6.1 (statt 5.3) mit Hi-Fi-Unterstützung (24 Bit/96 kHz) per LDAC-Codec, Auracast Broadcast Audio als Sender und Empfänger, um Musik gemeinsam mit anderen Personen zu hören. Ebenfalls dabei ist USB-C-Audio mit verlustfreier Hi-Fi-Unterstützung bis zu 24 Bit/192 kHz. Auch ein AUX-Anschluss ist vorhanden.
Überarbeitet habe man zudem die dynamische Spatial-Audio-Unterstützung (mit Head Tracking). Die Laufzeit fällt mit 30 Stunden mit ANC gegenüber den 35 Stunden beim Schwestermodell etwas schwächer aus. Ohne ANC sind es bis zu 68 Stunden. Fünf Minuten Laden liefern zwei Stunden Musikvergnügen mit aktivem ANC. Mit von der Partie ist zudem eine Zertifizierung nach IP52.
Kostenpunkt für die neuen Headphone (1) Pro, die in Schwarz und Weiß (eher Weiß/Silber) ab heute erhältlich sind: 349 Euro und damit „gerade einmal“ 50 Euro mehr für das Upgrade.
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