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Florence Pugh nimmt nach mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung Männer in die Pflicht
Schauspielerin Florence Pugh, 30, hat sich in einem ausführlichen Instagram-Post zu einem mutmaßlichen Vergewaltigungsfall an der Cornell University im US-Bundesstaat New York sowie der mangelhaften Aufarbeitung geäußert.
Pugh kritisierte das Verhalten vieler Männer in der Debatte und fragte: »Wie könnt ihr erwarten, dass wir darauf vertrauen, dass es ›nicht alle Männer‹ sind, wenn in Momenten wie diesen so viele von euch schweigen?« Männer sollten genauso entsetzt und angewidert sein wie sie.
Das Haus der Studentenverbindung »Chi Phi«. Im November 2024 wurde hier mutmaßlich eine Studentin vergewaltigt
Pugh bezog sich auf den Fall einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung, die sich im November 2024 im Haus der Studentenverbindung »Chi Phi« ereignet haben soll. Eine Studentin behauptet, Verbindungsmitglieder hätten sie unter Drogen gesetzt und über mehrere Stunden hinweg vergewaltigt.
Trotz ihrer Anzeige leiteten weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein, teilt der Anwalt des mutmaßlichen Opfers jetzt mit. Von sieben Beschuldigten seien nur zwei der Universität verwiesen worden. Die anderen hätten nur geringere Strafen erhalten. Einige mussten demnach etwa Workshops besuchen oder Aufsätze schreiben.
Die betroffene Studentin ist zum Schutz ihrer Identität nur unter dem Namen »Jane Doe« bekannt. Nach dem Vorfall verließ sie die Cornell Universität. Nun reichte sie Privatklage gegen ihre ehemalige Universität und die mutmaßlichen Täter ein. In den sozialen Medien entfachte das eine neue Debatte über ihren Fall. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, den Fall noch einmal zu prüfen.
Pugh schrieb weiter: »Ich bin nicht mehr müde, ich bin wütend auf die Schulen, die Jungs beschützen, aus Angst, ihre Zukunft zu zerstören.« Sie forderte, dass diejenigen, die die Täter geschützt und nur geringfügig bestraft hätten, selbst verurteilt werden sollen. An alle anderen Männer appellierte sie: »Seid wütend für uns.«