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AMD RDNA 5: Erst sieben Chips, jetzt nur noch drei für „AT0“ im Gespräch
Neben der Frage „Wann wird AMD RDNA 5 erscheinen?“ steht weiterhin auch die Frage „Wie werden die GPUs aussehen?“ im Raum. Um den Aufbau der GPUs rankten sich zuletzt neue Gerüchte. Innerhalb einer Woche hat sich das zuletzt gezeichnete Bild gedreht.
Die Codenamen „AT0“ und „AT2“ als Ausbaustufen der Grafikchips mit dem Codenamen Alpha Trion geistern schon länger durch die Gerüchteküche. AT0 soll die große Gaming-GPU werden, die im Vollausbau eventuell nur in der Xbox-Cloud zum Einsatz kommen wird. AT2 wird dagegen auf den Mainstream-GPUs zum Einsatz kommen und als Nachfolger der Radeon RX 9070 XT dienen.
Leaker wie der nicht immer, aber sehr häufig gut informierte Kepler_L2 hatten vor knapp einer Woche erneut Spekulationen genährt, wonach zumindest AT0 auch die zentralen Recheneinheiten (Shader) auf mehrere Chips verteilen soll. Das hätte auch erklären können, warum „AT1“ als Zwischenlösung gestrichen wurde: Aus dem Chiplet-Ansatz von AT0 wären viele weitere kleinere Varianten ableitbar, erst in der Leistungsklasse von AT2 würde AMD dann einen eigenen dedizierten Chip einsetzen.
Vor einer Woche hieß es von Kepler_L2, dass sich AT0 aus gleich sieben Chips zusammensetzen könnte:
Schon Ende 2025, als der Multi-Shader-Die-Ansatz erstmals aufkam, hieß es, ein Shader Engine Die könnte 48 Compute-Units beinhalten. AT0 in der größten Ausbaustufe würde damit 4 × 48 CUs = 192 CUs auffahren. Sollten sich die älteren Gerüchte bewahrheiten, wird ein solcher Vollausbau indes nicht für Desktop-Grafikkarten verfügbar sein, sondern nur für Cloud-Gaming-Anbieter.
Zum Vergleich: Navi 48 bietet maximal 64 Shader-Cluster, auf der Radeon RX 9070 GRE (Test) sind davon noch 48 aktiv.
Insbesondere wenn es um Chiplet-Gaming-GPUs von AMD geht, die auch die zentrale Recheneinheit auf mehrere Chips verteilen, sollten auch Gerüchte namhafter Leaker mit äußerster Vorsicht genossen werden. Entsprechende Spekulationen gibt es seit Generationen, bewahrheitet haben sie sich bisher für die Gaming-Sparte aber nicht. Jetzt aber doch?
Offensichtlich nein: Denn inzwischen hat Kepler_L2 die in der Vergangenheit getätigten Aussagen revidiert: AT0 werde demnach zwar auf Chiplets setzen, aber wie bei RDNA 3 nur einen zentralen Compute-Chip mit den Shader-Clustern aufweisen. Multimedia- und Speicher-Interface-Logiken sollen allerdings in einem separaten Multimedia I/O Die sitzen und beide zusammen auf einem Active Interposer Die hocken.
Damit würde auch RDNA 5 für Desktops und Notebooks dasselbe Schicksal ereilen wie RDNA 4: So hieß es lange, der große Navi-48-Chip (Radeon RX 9070 XT/GRE/Vanilla) würde sich aus zweimal Navi 44 zusammensetzen (alle anderen Radeon RX 9000), doch am Ende handelte es sich bei beiden um monolithische Chips.
Und auch im Vorfeld von RDNA 3 war lange davon ausgegangen worden, dass AMD diesen Schritt geht, doch umgesetzt wurde er am Ende nicht: Zwar nutzte RDNA 3 einen Chiplet-Ansatz, doch neben den Memory Cache Dies (MCD) mit dem Speicher-Interface und je 16 MB Infinity Cache gab es weiterhin nur einen zentralen Graphics Compute Die (GCD) mit den Shader-Clustern.