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Brightin Star Tri-Sight: 50-mm-Objektiv mit drei Bildstilen
Das manuelle Vollformatobjektiv von Brightin Star verändert per Drehring seine Abbildung. Vier Einsätze formen unscharfe Lichtpunkte.
Seit dieser Woche bietet Brightin Star das 50mm F2 Tri-Sight über seinen Onlineshop an. Die manuelle Vollformat-Festbrennweite ist für Sony E, Nikon Z, Canon RF und L-Mount bestellbar. Drei umschaltbare Abbildungscharakteristiken und Formeinsätze für das Bokeh – also die Darstellung unscharfer Bildbereiche – sollen kreative Foto- und Videoaufnahmen ermöglichen. Den Smooth-Modus positioniert der Hersteller unter anderem für Porträts. Bereits im Februar hatte Brightin Star das Objektiv auf der Fotomesse CP+ in Yokohama vorgestellt.
Neben Blenden- und Fokusring trägt das Tri-Sight einen dritten Ring mit den Positionen „Smooth“, „Prime“ und „Foams“. Beim Drehen verschiebt ein Mechanismus eine Linsengruppe innerhalb der optischen Konstruktion. Das verändert laut Brightin Star die Korrektur sphärischer Aberrationen und des Astigmatismus. Statt Abbildungsfehler in jeder Stellung möglichst vollständig zu unterdrücken, nutzt das Objektiv sie gezielt als Gestaltungsmittel.
„Smooth“ soll durch eine Unterkorrektur sphärischer Aberrationen weichere Konturen und fließendere unscharfe Bereiche erzeugen. „Prime“ ist als neutrale Einstellung mit konventioneller Abbildung gedacht. „Foams“ wiederum überkorrigiert die sphärische Aberration – unscharfe Lichtpunkte bekommen dadurch deutlich sichtbare Ränder. So entsteht das sogenannte Bubble-Bokeh, bekannt etwa von Trioplan-Objektiven.
Der Wechsel zwischen den Modi verschiebt allerdings auch die Fokuslage. Nach dem Umschalten muss daher neu scharfgestellt werden. Drei entsprechend gekennzeichnete Entfernungsskalen auf dem Objektivkörper helfen bei der Orientierung. Die unterschiedlichen Ergebnisse beruhen also nicht auf einem simplen Weichzeichnungsfilter, sondern auf einer veränderten Stellung der optischen Elemente.
Unmittelbar vor dem Bajonett nimmt das Objektiv austauschbare Bokeh-Einsätze auf. Im Lieferumfang liegen Masken in Schmetterlings-, Stern-, Dreiecks- und Kleeblattform bei. Sie verändern die Kontur unscharf abgebildeter, möglichst punktförmiger Lichtquellen. Ein verschraubter Haltering soll verhindern, dass sich ein Einsatz löst und in Richtung Bildsensor fällt.
Wie stark die Formen sichtbar werden, hängt vom Motivaufbau ab. Am deutlichsten treten sie bei weit geöffneter Blende hervor, wenn genügend Abstand zwischen Motiv und Hintergrund besteht und einzelne Lichtquellen außerhalb der Schärfeebene liegen. Die Scheiben wirken dabei nicht wie ein Effektfilter auf das gesamte Bild, sondern prägen in erster Linie die Konturen solcher Unschärfekreise.
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Sieben Linsen in sechs Gruppen bilden die optische Konstruktion. Die Blende mit elf Lamellen lässt sich stufenlos zwischen f/2.0 und f/22 verstellen. Einen Autofokus gibt es nicht. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,7 Metern, das Filtergewinde an der Front misst ungewöhnlich kleine 37,5 Millimeter im Durchmesser. Eine ausziehbare Gegenlichtblende ist ins Metallgehäuse integriert.