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Deutschlandticket wird ab Januar 2027 erneut teurer
Das Deutschlandticket wird wieder einmal teurer. Von derzeit 63 Euro erhöht es sich ab Januar 2027 auf knapp 67 Euro.
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Während der Bund Autofahrerinnen und Autofahrer mit Milliardensummen für günstigere Spritpreise unter die Arme greift, kommt auf Kundinnen und Kunden des Deutschlandtickets die nächste Preiserhöhung zu. So wird das Deutschlandticket ab dem 1. Januar 2027 monatlich 66,80 Euro kosten, womit es knapp unter der Marke von 67 Euro bleibt. Der Preis steigt damit um 3,80 Euro, also um rund 6 Prozent.
Es ist die mittlerweile dritte Preiserhöhung des regulären Deutschlandtickets seit seinem Start im Mai 2023. Der Einführungspreis von 49 Euro hielt sich bis Ende 2024, Anfang 2025 stieg er auf 58 Euro. Seit Januar 2026 kostet es 63 Euro.
Den neuen Preis hat der „Koordinierungsrat Deutschlandticket“, ein Gremium aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Vertretern der Verkehrsbranche, festgelegt. Berechnet wird der Preis anhand eines Kostenindex, der unter anderem Personal- und Energiekosten und allgemeine Kostensteigerungen berücksichtigt. Mit dem Index, der jetzt erstmals angewendet wurde, sollen Preissteigerungen nicht mehr politisch ausgefochten, sondern per Formel berechnet werden. Bestätigt hat die Preiserhöhung unter anderem der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Dessen Präsident Ingo Wortmann verwies darauf, dass die Verkehrsunternehmen die allgemeinen Kostensteigerungen nicht auffangen könnten: Da Bund und Länder ihre Zuschüsse konstant hielten, müssten die Kostensteigerungen über den Ticketpreis ausgeglichen werden.
Bereits vor dem Beschluss kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den geplanten Preisaufschlag und teilte dabei gegen den Tankrabatt aus. So sei nicht zu akzeptieren, dass die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro Steuergeld für einen weiteren Tankrabatt freimache, den Preis für das Deutschlandticket aber nicht wenigstens stabil halten könne. „Die ständigen Diskussionen um das Ticket und seinen Preis sind ermüdend und erzeugen Unsicherheiten. Die Menschen brauchen langfristige Planbarkeit, um ihr Mobilitätsverhalten dauerhaft zu ändern“, mahnte Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND. Detlef Neuß, der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, sagte: „Es reicht jetzt erst mal.“ Einen weiteren Preisanstieg nehme der Verband nur „zähneknirschend“ hin. Angesichts des Tankrabatts müsse es „auch einen Rabatt für Nutzer des Deutschlandtickets“ geben, forderte Neuß gegenüber der Tagesschau.
Aktuell nutzen etwa 14,5 Millionen Menschen das Deutschlandticket, das bundesweit im öffentlichen Regional- und Nahverkehr gilt. Bund und Länder geben zur Finanzierung des Tickets je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr dazu, um Verluste für Verkehrsbetriebe einzugrenzen. Die Verkehrsminister hatten sich im September 2025 geeinigt, diese Finanzierung bis 2030 zu verstetigen.
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