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8BitDo Ultimate 3E im Test: Gamepad-Luxus, der für jeden passt
Bessere Technik zum viel niedrigeren Preis, das war bei 8itDo gestern: Der Ultimate 3E ist modular bis zu den Fingerspitzen. Mehr Features zu Kosten des Microsoft Elite-Pad heißt es beim Angriff auf das Luxus-Segment mit einem Gamepad, das auf Speed-Versprechen verzichtet und Allrounder sein will. Der Test klärt, was es taugt.
Was leistet der Controller Ultimate 3E von 8BitDo als Konkurrent zum Microsoft Xbox Elite Wireless Controller? Ziemlich viel, muss man am Ende sagen. Der Ultimate 3E liefert nicht in jeder Hinsicht das maximale, ultimative Paket, aber ein überzeugendes. Sein Trick ist nicht nur das Feature-zu-Preis-Verhältnis, sondern der Eindruck, den er hinterlässt – und mit dem er sich seine eigene Zielgruppe sucht. Alle Details im Test.
Technisch liefert der Ultimate 3E im Xbox-Layout einen haltbaren, einstellbaren Unterbau. Sticks und die sperrbaren Trigger sind auf aktuellem Stand und können im Detail konfiguriert werden. Unter ABXY-Buttons stecken Mikrotaster, die schnelle Mausklick-Reaktionen produzieren. Die Buttons sitzen hier allerdings in einem Modul, das gegen eine beiliegende Variante mit weicherer Rubberdome-Bestückung eingewechselt werden kann. Sticks, D-Pad und Faceplate sind ebenfalls modular.
Dazu kommen zwei Paddle-Tasten auf der Unterseite, dezente RGB-Beleuchtung und ein Wireless Charging Dock. Es lädt ohne Metallpins rein induktiv, was Vorteile bei Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bieten soll. Die Form des Pads hat 8BitDo modifiziert, gegenüber älteren Pads des Herstellers werden die Winkel der Griffe flacher, also weiter nach außen gestellt. Es ähnelt so dem immer noch etwas stärker ausgestellten Xbox-Original.
Eine weitere Stärke des Ultimate 3E ist seine Flexibilität bei Plattformen. Er arbeitet nicht mit der PlayStation und nicht (per Software) mit Linux, dafür sonst überall. Auf dem PC arbeitet er mit maximal 1.000 Hz und Gyroskop, maximal sind es laut Hersteller 18 Stunden. Den relativ geringen Wert relativiert die Ladestation.
Den 3E gibt es in einer schwarzen schlichten Version. Preise für Ersatzteile und Zubehör sind noch unbekannt, das Pad selbst orientiert sich aktuell im Handel exakt an der Preisempfehlung von rund 140 Euro.
Andere Gaming-Gamepads präsentieren sich zackig, clicky, snappy und positionieren sich so mit deutlichem Kontrast in Abgrenzung zum Standard-(Elite-)Controller. Das ist nicht der Weg, den 8BitDo einschlägt. Der Ultimate 3E will sich nicht in erster Linie scharf abgrenzen, sondern ein Upgrade durch Premium-Feeling sein.
Das gelingt dem Pad sowohl hinsichtlich der Haptik der Materialien als auch der Abstimmung. Sie zielt darauf, klare, aber weiche Klicks zu liefern, die den Eindruck eines hochwertigen Upgrades vermitteln. Sticks lassen sich mit ordentlicher Rückstellkraft, aber ohne Mühe bewegen, Schultertasten klicken klar, sind in der Abstimmung aber ebenfalls weich, der Druckpunkt also nicht spitz ausgelegt. Dazu kommt auch bei den Paddles eine dezente Akustik, die dem Preispunkt gerecht wird.
Für diese unteren Zusatztasten hat sich 8BitDo die sonst häufig zu findende Sperre gespart, die Tasten klicken also immer. Aufgrund ihrer Position lässt sich damit leben, sie liegen flach am Chassis, das Risiko versehentlicher Betätigung wird dadurch minimiert.
Die vielen Austauschoptionen helfen, das Pad an eigene Vorstellungen oder besondere Vorlieben anzupassen. Mehr sind sie nicht: Für normale Bedürfnisse und Finger funktioniert die Standardkonfiguration am besten. Das D-Pad zeigt das exemplarisch auf. Die 8-direktionale Variante ermöglicht durch ihre klare Formgebung klare Eingaben in vier Richtungen, ohne dass die vier zusätzlichen, deutlich abgesetzten Richtungen überhaupt auffallen.