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Pegasus auf der SPIEL 26: Das neue Messe-Line-up im Vorab-Test
Von Dorfromantik in der Südsee bis zum rasanten Möbelpuzzle: Wir haben die Herbstneuheiten ausprobiert und verraten unsere Favoriten
Wenn man Besucher der SPIEL in Essen fragt, welche der Hallen am besten besucht sind, dann wird oftmals die Antwort lauten: Ganz klar, Halle 3! Daran hat sich auch durch die zahlreichen Umstrukturierungen der letzten Jahre nichts geändert. Für viele Brettspiel-Experten schlägt das Herz der Messe nach wie vor in Halle 3. Das liegt natürlich vor allem an den hochkarätigen Verlagen, die sich seit einer halben Ewigkeit dort festgesetzt haben. Zu den Publikumsmagneten gehört mit Sicherheit auch die hessische Spieleschmiede von Pegasus. Dort erscheint auch in diesem Jahr wieder eine ganze Wagenladung voller Neuheiten. Wir haben dem Verlag einen Besuch in Friedberg abgestattet, um rund einen Monat vor der großen Messe einen ersten Blick auf die spannendsten Titel zu werfen.
Pegasus Spiele mit Sitz im hessischen Friedberg gehört zu den wichtigsten deutschen Verlagen für Brett- und Rollenspiele. Mit starken Marken prägt das Traditionsunternehmen seit Jahren maßgeblich das Line-up auf internationalen Leitmessen wie der SPIEL in Essen.
Das gesamte Neuheiten-Programm ist auch 2026 wieder so groß, dass man unmöglich sämtliche Titel an einem Tag ausprobieren könnte. Glaubt mir, ich habe es probiert und am Ende nicht einmal die Hälfte von dem geschafft, was ich eigentlich gerne spielen wollte. Für einen ersten Überblick über das Line-up hat es aber dennoch gereicht. Interesse geweckt? Dann nehme ich euch gerne mit auf meine kleine Tagestour durch das Verlagsprogramm.
Der Auftakt verlief bereits ziemlich ungewöhnlich, denn auf den Tisch kam DaDaDa. Der Titel hat zwar nichts mit dem 80er-Jahre-Kulthit von Trio zu tun, spielt sich aber ähnlich originell. Gemeinsam versucht ihr, eine neue Sprache zu entwickeln. Dazu stehen euch nur eine Handvoll Silben zur Verfügung sowie ein paar Begriffskarten, die ihr den Lauten zuordnet. Ist diese Phase abgeschlossen, zieht die erste Person eine weitere Begriffskarte, die nun mit der neuen Sprache erklärt werden muss. TiTiLaLu? Na klar, wenn das mal kein Telefon sein soll!? Das Konzept klingt auf den ersten Blick ziemlich seltsam und gewöhnungsbedürftig. Aber am Ende ist es dafür umso verblüffender, wenn die neue Sprache tatsächlich funktioniert.
Im Anschluss ging es direkt weiter mit einer ebenfalls kooperativen Partie. Diesmal stand Last Minute auf dem Programm, das thematisch stark an den Erfolgshit Bomb Busters erinnert. Bombenentschärfung steht auch hier im Mittelpunkt, allerdings in Echtzeit. Für die Lösung der Aufgabe habt ihr nur eine Minute Zeit. Es wird also stressig, zumal ihr gleich mehrere Sprengsätze parallel bearbeiten müsst. Zunächst reicht es aus, farblich passende Kabel unterhalb der Bombe anzulegen. Dabei müsst ihr lediglich darauf achten, dass die Zahlenwerte in absteigender Reihenfolge angelegt werden. In späteren Missionen kommen weitere Einschränkungen hinzu, die euch das Leben erschweren. Beispielsweise dürft ihr an bestimmten Bomben jetzt nur noch ungerade Zahlen anlegen. Last Minute spielt sich megastressig, ist aber eben auch schon nach einer Minute wieder vorbei. In den meisten Fällen sind wir krachend gescheitert, haben dafür aber umso mehr gelacht.
Nicht ganz überzeugen konnte uns hingegen „Tax the Rich“, ein Stichkartenspiel, das in Teams gespielt wird. Bereits vor Beginn der Partie wird darum geboten, welches Team wie viele Stiche holen wird. Über dieses Wettbieten wird auch direkt die Trumpffarbe festgelegt. Danach entfaltet sich ein recht klassisches Stichspiel, das jedoch mit einigen Kniffen aufwartet. Hat ein Spieler etwa nur noch Karten mit einem Wert von bis zu drei Punkten auf der Hand, sticht plötzlich die niedrigste Ziffer. Thematisch wollte ich „Tax the Rich“ gerne mögen, aber die Startpartie hat jetzt noch nicht unbedingt Lust auf mehr gemacht. Vielleicht könnt ihr mich ja eines Besseren belehren, falls ihr schon mehr als eine Ru