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Apple iPhone 18 Pro im Test: Variable Blende, mehr Dampf und schnelles Laden
von Carsten Knobloch
4. Okt. 2026 |
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Der Herbst 2026 hat uns Apple-technisch ein wirklich kurioses Line-up beschert. Wer auf ein Standard-Modell gewartet hat, sucht vergebens, Apple konzentriert sich in diesem Jahr voll auf das Pro, das Pro Max und das neue iPhone Duo. Ich habe mir das „kleine“ iPhone 18 Pro in den letzten Tagen ganz genau angeschaut und im Alltag auf Herz und Nieren geprüft. Und um es direkt vorwegzunehmen: Nicht alles, was glänzt, ist komplett neu, aber an den richtigen Stellschrauben wurde gedreht.
Optisch bleibt beim iPhone 18 Pro fast alles beim Alten, abgesehen von einer neuen Farbpalette und einer neuen Handgelenksschlaufe, die an das entsprechende Cover geklippt werden kann. Auf der Vorderseite liefert die Dynamic Island nun einen echten Mehrwert für Multitasker: Sie kann ab sofort bis zu drei Live-Aktivitäten gleichzeitig anzeigen. Leider waren noch nicht alle Apps bei mir optimiert, sodass ich nicht immer das perfekte Zusammenspiel hatte (ein Side-eye geht rüber zur Hörspielzentrale).
Der wahre Sprung findet unter der Haube statt. Apple verbaut den neuen A20 Pro Chip, der im effizienten 2-Nanometer-Verfahren gefertigt ist. Die Architektur mit ihren sechs Kernen (darunter zwei Hochleistungs-Kerne) leiht sich einen Trick von den M-Chips aus den Macs: Der Arbeitsspeicher sitzt nun direkt neben den Rechenkernen. Apple verspricht hier 40 Prozent mehr Leistung. Auch die Wärmeableitung wurde intern überarbeitet, was dem Gerät bei Dauerlast zugutekommt. Sprich: Es wird punktuell beim Zocken oder Nutzen dicker Video-Brocken nicht so heiß, das Ganze wird besser abgeleitet.
Apple unterstützt endlich richtiges Fast-Charging. Das Gerät zieht über Kabel nun weit über 40 Watt aus der Steckdose. Wenn ich mit einem vorher nicht aufgeladenen iPhone von meiner 10-Kilometer-Laufrunde durch den Park zurückkomme und der Akku durch GPS-Tracking und Musik-Streaming gelitten hat (wobei das so viel gar nicht ist), reichen knapp 10 Minuten am Kabel, während ich unter der Dusche stehe, um das Gerät wieder für den Resttag fit zu machen.
Das ist ein Komfortgewinn gegenüber der alten Generation, die dafür länger braucht. Fairerweise muss man sagen: Passte mir vorher schon alles gut, hatte in meinem Workflow und Alltag selten Wartezeit-Probleme beim Laden. Und übrigens: Der Akku ist dicker als beim Vorgänger, wie lange er letzten Endes durchhält, ist aber Nutzersache. Wenn ich unterwegs bin und irgendwie per WireGuard verbunden bin, ist diese App schuld daran, wenn ich früher an den Lader muss. Das gilt auch für alles, was irgendwie relativ Echtzeit ist, wie dauerndes Abfragen irgendwelcher Social Networks, das saugt aber mal richtig.
Apple verkauft gerne das gesamte Kamerasystem als neu, aber schauen wir mal genau auf die Spezifikationen. Drei der vier Kameras kennen wir hardwareseitig bereits exakt so aus dem Vorjahr:
Der eigentliche Star und die einzige echte Hardware-Neuerung bei den Linsen ist die Hauptkamera (1x). Apple verbaut hier erstmals eine variable, physische Blende mit sechs haarfeinen Lamellen, die sich stufenlos von extrem lichtstarken f/1.48 bis auf f/4.0 schließen lässt.
In der Theorie bringt f/1.48 deutlich mehr Licht auf den Sensor, was den ISO-Wert unten hält und für rauschärmere Nachtaufnahmen sorgt, ohne dass der Nachtmodus einspringen muss. In der Praxis hat die Physik aber bei diesen winzigen Sensoren ihre Grenzen. Schießt man mit offener Blende (f/1.48), wird das Bild zwar in der Mitte schön scharf, fällt aber zu den Ecken hin in der Schärfe ab. Wer Landschaftsaufnahmen knipst, sollte die Blende manuell lieber in Richtung f/2.8 schließen. Achtet aber drauf: Apple ist pfiffig und gibt vier Blendenöffnungen vor, die quasi ein guter Standard sind.
Apple öffnet die Standard-Kamera-App endlich für manuelle Eingriffe, das dürfte die Foto-Cracks freuen. Wer den „Pro Control Modus“ in den Einstellungen aktiviert, bekommt Z