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Speicher-Rennen: Samsungs HBM4E soll Tests bei Nvidia bestanden haben
Samsungs 12-lagiger HBM4E-Speicher soll die Qualifikationstests bei Nvidia und mehreren großen Hyperscalern bestanden haben. Das berichtet das koreanische Nachrichtenmedium Hankyung. Ende Mai dieses Jahres hatte Samsung erstmals Testmuster des neuen Speichers ausgeliefert.
Der erfolgreiche Test direkt bei Nvidia ist ein wichtiger Schritt für die kommerzielle Nutzung. Bestätigt sind bislang jedoch weder Liefermengen noch Vertragswerte oder Termine für die Massenproduktion. Dem Bericht zufolge schloss Samsungs Speichersparte die Tests mit Nvidia und weiteren großen Rechenzentrumskunden Ende September ab. Bei einer Qualifikation prüfen die Abnehmer, ob ein Speicherprodukt ihre Anforderungen an Leistung, Zuverlässigkeit, Wärmeverhalten und weitere Eigenschaften erfüllt. Bei HBM3e hatte Samsung lange Probleme, die Anforderungen von Nvidia zu erfüllen und musste ein Redesign vornehmen. Samsung selbst wollte den Abschluss der HBM4E-Qualifikation gegenüber Hankyung allerdings nicht bestätigen.
Wie erwähnt hatte Samsung im Mai damit begonnen, Muster seiner 12-Hi-Ausführung an große Kunden zu liefern. Ein HBM4E-Speicherstapel bietet eine Kapazität von 48 GB. Bei einer stabilen Datenrate von 14 Gbit/s pro Pin erreicht HBM4E laut Samsung eine Bandbreite von bis zu 3,6 TB/s. Die Datenrate lässt sich dem Unternehmen zufolge auf bis zu 16 Gbit/s pro Pin steigern, so dass bis zu rund 4,0 TB/s erreicht werden sollen.
Samsung gibt an, dass HBM4E gegenüber der HBM4-Generation eine Leistungssteigerung von mehr als 20 Prozent bietet. Der Speicher kombiniert DRAM der sechsten Generation in Samsungs 10-nm-Klasse (1c) mit einem 4-nm-Logik-Die aus der Samsung Foundry. Dabei werden Fertigungstechnologien genutzt, die auch für HBM4 eingesetzt werden. Samsung nennt außerdem Verbesserungen bei Energieeffizienz und thermischen Eigenschaften.
Die dem Bericht zufolge erfolgte Qualifikation lässt aber noch keine Rückschlüsse auf eine Massenproduktion und den geplanten Lieferbeginn zu. Dies hängt insbesondere davon ab, wann Nvidia den neuen Speicher tatsächlich einsetzen wird. Im Rennen mit Micron und SK Hynix wäre die erfolgreiche Validierung für Samsung jedoch enorm wichtig. SK Hynix hatte drei Wochen nach Samsung Musterchips von HBM4E verschickt.
Erst Anfang 2026 hatte Samsung die Massenproduktion von HBM4 begonnen. Der Speicher kommt zum Beispiel auf Nvidias Vera-Rubin-Plattform zum Einsatz.