// TAGESSCHAU WIRTSCHAFT — FINANZA
DAX fällt wieder zurück
Die Anleger haben sich nach den jüngsten Gewinntagen heute wieder zurückgezogen. Steigende Ölpreise und Anleiherenditen drücken die Stimmung. Im besonderen Fokus standen Autoaktien.
Die jüngste Zwischenerholung am Aktienmarkt ist heute zu Ende gegangen. Wieder anziehende Ölpreise und angeschlagene Anleihemärkte sorgten bei den Anlegern für Zurückhaltung. Der DAX ging am Ende bei 25.104 Punkten um 1,35 Prozent leichter aus dem Handel, konnte aber die runde Marke von 25.000 Punkten behaupten. Das Tageshoch lag bei 25.347, das Tief bei 25.038 Zählern. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 1,4 Prozent auf 30.112 Zähler.
"Das Hauptproblem ist, dass kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist", sagte Angeline Ong, Analystin beim Broker IG, mit Blick auf die Lage in Nahost. "Eine weitere anhaltende Sorge ist, wie teuer die Kreditaufnahme in Zukunft angesichts der Entwicklung bei den Anleiherenditen werden wird." Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag nach der Entspannung am Dienstag nun bei 3,48 Prozent.
Vor allem französische Anleihen standen stärker unter Druck, zuletzt rentierten sie bei 4,9 Prozent und damit deutlich höher als vergleichbare deutsche Papiere. Die französische Regierung versucht, einen unpopulären Haushalt für 2027 zu verabschieden, um das Defizit zu senken - eine schwierige Aufgabe in einem tief gespaltenen Parlament, in dem sich die politischen Lager für die anstehende Präsidentschaftswahl positionieren.
Heute hatte der Präsident der französischen Zentralbank, Emmanuel Moulin, in einem Interview mit France Inter Radio gesagt, dass Frankreich mit Blick auf das Staatsdefizit durchaus in einer Risikozone sei und gemahnt, dass der Haushaltsplan für 2027 wichtig werde, um die Finanzmärkte zu beruhigen.
Die Entspannung am Ölmarkt ist erst einmal dahin. Auf den Golf von Mexiko steuert ein tropischer Sturm zu und Saudi-Arabien meldete einen weiteren Raketenangriff der Huthi-Miliz aus dem Jemen. Das ließ den Preis für die Ölsorte Brent wieder über 100 Dollar pro Barrel steigen - zuletzt wurden knapp 101 Dollar für ein Fass bezahlt.
Überraschend erfreuliche Daten gab es zur deutschen Industrieproduktion im August - allerdings ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Märkte. Die Produktion zog im Vergleich zum Juli vor allem wegen einer guten Entwicklung im Baugewerbe saison- und kalenderbereinigt um 2,0 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt nur mit plus 0,5 Prozent gerechnet. Im Juli war die Produktion noch um 1,2 Prozent gefallen.
Für die Industrie stehen die Chancen auf eine Belebung in den kommenden Monaten nicht schlecht: Die Auftragsbücher sind mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. Am Dienstag hatten allerdings die Auftragseingänge für den August enttäuscht.
Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im August viermal so stark hochgefahren wie erwartet.
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Nachdem an den New Yorker Börsen sowohl der breit gefasste S&P 500 als auch der Technologie-Index Nasdaq 100 am Vortag historische Höhen erreichten, nehmen die US-Anleger heute Gewinne mit. Am Mittag Ortszeit geben die Nasdaq-Indizes und der marktbreite S&P 500 rund 0,5 Prozent ab. Der Leitindex Dow Jones verliert rund 0,8 Prozent.