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Hamas-Überfall auf Israel: Der Strand, an dem der 7. Oktober begann
In Zikim griff die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel vom Meer aus an. 18 Menschen starben dort, doch der Versuch der Terroristen, in den Kibbuz vorzudringen, scheiterte. Wie schaut man heute auf die dramatischen Stunden?
"Es war 6:30 Uhr, als wir die Sirenen hörten und aufwachten. Wir hatten nur 15 Sekunden, um in unseren Schutzraum zu kommen, also sind wir losgerannt." Reut Burda zeigt, wie sie am 7. Oktober 2023 vom Angriff der Terrororganisation Hamas in ihrem Kibbuz Zikim am Gazastreifen überrascht wurde.
Die dreifache Mutter steht im engen Schutzraum, der als Kinderschlafzimmer dient. Auch drei Jahre danach überwältige sie diese Erinnerung: "Wir haben die Tür verriegelt, hörten Sirenen, wir bekamen die Nachricht, dass Terroristen kommen. Mein Mann nahm seine Waffe und ging nach draußen. Ich blieb mit den Kindern zurück. Erst dachte ich, ok, Raketen, die Armee kommt. Da wusste ich nicht, dass Terroristen vom Meer mit Booten kamen. Ich verstand erst nicht, was für eine Katastrophe passierte."
18 Menschen, darunter viele Spaziergänger, starben am Morgen des Hamas-Überfalls am 7. Oktober ein paar hundert Meter vom Kibbuz entfernt, als Dutzende Terroristen mit Booten den Strand von Zikim überfielen. Zikim ist der einzige Ort, den die Terroristen vom Meer aus angriffen.
Nur langsam wurde Reut Burda klar, welches Drama am Strand vor dem Kibbuz begonnen hatte. Den Hamas-Angriff überlebte sie mit ihren Kindern im Schutzraum des Kibbuz'.
Nach dem Massaker am Strand stahlen die Angreifer ein Auto, fuhren zum Zaun des Kibbuz', wo Reut und ihr Mann Danny Burda wohnen. Danny war Teil des Sicherheitsteams, das gegen die Angreifer kämpfte. Er zeigt auf den Zaun, an dem er sich mit seinen Kollegen postiert hatte: "Da kam ein Auto an, mein Kollege dachte, es wären israelische Soldaten, dann sah er, dass es Terroristen waren und schoss. Die Schießerei dauerte eine Stunde. Dann warfen sie eine Handgranate über den Zaun. Splitter trafen mich hier an der Seite. Mein Schutzhelm und meine Weste haben mich gerettet."
Danny wurde verletzt, er hatte sich hinter einem Betonblock am Zaun versteckt. "Ich wusste, meine Familie ist da drüben und Terroristen versuchen, reinzukommen. Mein einziger Gedanke war, ich lasse sie nicht rein. Ich hätte nicht gedacht, dass es am 7. Oktober so viele Opfer geben würde. Ich habe erwartet, dass das israelische Militär den Angriff besser abwehrt."
Das Versagen des Militärs am 7. Oktober und der Regierung, die die Bevölkerung nicht warnte, hat bei den Burdas einen tiefen Vertrauensbruch verursacht. Reut Burda sagt: "Manchmal, wenn ich draußen Stimmen höre, spannt sich mein ganzer Körper an. Wenn ein Motorrad oder ein Auto vorbeifährt, spüre ich, dass das Trauma tief sitzt und ich Angst habe."
Eine Stunde dauerte das Gefecht zwischen den Hamas-Terroristen und den Verteidigern des Kibbuz'. Danny Burda lässt die Erinnerung daran noch heute nicht los.
Michal Richter will sich der Angst ausgerechnet an dem Strand stellen, wo die Terroristen am 7. Oktober mit Booten anlegten und Menschen ermordeten. Auch sie überlebte den Hamas-Angriff im Schutzraum in Zikim. Wie die Burdas kehrte sie zurück. Ein Schritt, der auch drei Jahre später Ängste wachruft.