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Sozialdemokraten: Mit dem "Projekt 2045" für den Klimaschutz
Hitze, ausgetrocknete Flüsse und zunehmende Risiken für Menschen, Natur und Wirtschaft: Die Folgen der Erderwärmung sind unübersehbar. Beim Streitthema Klima will ein neuer SPD-naher Verein nun vorangehen.
Seit langem schon kursierte in der SPD die Idee für ein Forum zur Klimapolitik. Nun startet das "Projekt 2045" - eine Plattform, die das Thema Klimapolitik SPD-intern und in der Gesellschaft vorantreiben will.
Die Notwendigkeit, etwas zu tun, hat der Hitzesommer 2026 mit seinen dramatischen Entwicklungen gezeigt: etwa 16.000 Hitzetote laut Robert-Koch-Institut, überhitzte Zimmer in Altenheimen und Krankenhäusern, eine Binnenschifffahrt auf dem Rhein, die stellenweise zum Erliegen gekommen ist - mit kostspieligen Folgen für die Industrie.
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Die rund 60 Gründungsmitglieder des neuen Vereins "Projekt 2045" wollen daran etwas ändern. Unter ihnen sind vor allem SPD-Bundestagsabgeordnete, Sozialdemokraten aus der Kommunal-, Landes- und Europapolitik, aber auch Wissenschaftler, Unternehmer und Gewerkschafter.
Das gemeinsame Ziel: weniger Polarisierung in der Klimapolitik, mehr Lösungen und diese sozial gerecht ausgestalten. "Es wird Zeit, die Kulturkämpfe der Klimapolitik zu befrieden", sagt Jakob Blankenburg, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und einer der Köpfe hinter der Initiative. Mitinitiatorin und SPD-Europaabgeordnete Delara Burkhardt ergänzt: "Das Feld überlassen wir nicht denen, die von der Spaltung leben."
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Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden. Die EU will dieses Ziel 2050 erreichen. Wie das gelingen kann, ist politisch umstritten. Manche Akteure, unter ihnen die AfD, lehnen die Klimaziele sogar grundlegend ab. Andere, etwa der Bundesverband der Deutschen Industrie, warnen vor einer Überforderung der Wirtschaft und machen sich stark für mehr Flexibilität.
Klimaschutz werde zu oft pauschal betrachtet nach dem Motto "machen oder lassen", beobachtet SPD-Politiker Blankenburg. Man müsse vielmehr darüber sprechen, ob die Instrumente funktionieren. Mit eigenen Gutachten, Umfragen und Veranstaltungen will der Verein eben diese Debatte prägen.
Im März diskutierten in der SPD-Parteizentrale rund 400 Interessierte beim zweiten SPD-Klimadialog - von der Basis bis zum Funktionär. Darauf will man nun aufbauen und Impulse für die Partei liefern. "Wir arbeiten derzeit an einem neuen Grundsatzprogramm, und gerechte Klimapolitik spielt darin eine zentrale Rolle", sagt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf. Mit dem "Projekt 2045" gehe die Sozialdemokratie neue Wege. Klüssendorf betont besonders die Einbindung verschiedener Gesellschaftsgruppen von Wirtschaft bis Wissenschaft.