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Sony verkauft 419 VR-Patente an Meta, aber PlayStation VR2 ist (hoffentlich) nicht in Gefahr.
Die Akten stützen den voreiligen Abgesang auf die Konsolen-Hardware nicht.
Sony hat ein umfangreiches Paket aus Patenten und Patentanmeldungen an Meta übertragen. Darunter befinden sich zahlreiche Technologien rund um Head-Mounted Displays, Bildverarbeitung und Augmented Reality. Wer darin bereits das Ende von Sonys VR-Ambitionen rund um PlayStation VR2 sieht, sollte allerdings genauer hinschauen.
Denn die öffentlich zugänglichen Unterlagen des US-Patentamts nennen als Verkäufer durchgehend die Sony Group Corporation.
Sony Interactive Entertainment, die für PlayStation und PlayStation VR zuständige Tochtergesellschaft, ist an dem Patentverkauf dagegen nicht beteiligt. Apropos PS VR2: Mein Headset habe ich erst kürzlich verkauft. Warum, könnt ihr HIER nachlesen.
Der zugrunde liegende Vertrag umfasst insgesamt 419 Patent- und Anmeldungspositionen weltweit. 180 davon entfallen auf die USA, weitere unter anderem auf Japan, China und Deutschland. In den Vereinigten Staaten wurden bislang mehrere Pakete mit insgesamt 43 Einträgen beim Patentamt registriert.
Die Vereinbarung selbst gilt rückwirkend seit dem 17. Dezember 2025. Unterzeichnet wurde die sogenannte Confirmatory Assignment allerdings erst Ende April 2026, bevor die einzelnen Übertragungen ab Juni nach und nach beim USPTO eingetragen wurden. Wie viel Meta dafür bezahlt hat, geht aus den Dokumenten nicht hervor.
Inhaltlich reicht das Paket von Head-Mounted Displays über Displaysteuerung und Bildverarbeitung bis hin zu Technologien für virtuelle Objekte und Wärmeableitung. Ein beträchtlicher Teil der US-Schutzrechte läuft noch bis weit in die 2030er-Jahre, einzelne sogar bis 2041.
Entscheidend ist allerdings die Herkunft dieser Schutzrechte. Die überprüften US-Patente waren ursprünglich der Sony Corporation beziehungsweise nach deren Umbenennung der Sony Group Corporation zugeordnet. Keines davon gehörte zuvor Sony Interactive Entertainment oder dessen Vorgänger Sony Computer Entertainment.
Damit liefern die Unterlagen derzeit keinen belastbaren Hinweis darauf, dass Sony mit dem Verkauf PlayStation-VR-Technologie abstößt oder sich aus dem VR-Geschäft zurückzieht. Schutzrechte der PlayStation-Sparte werden separat unter Sony Interactive Entertainment geführt.
Rosig sieht die Zukunft von PlayStation VR2 trotzdem nicht aus. Sony selbst investiert seit geraumer Zeit kaum noch sichtbar in größere VR-Produktionen, der Nachschub kommt vor allem von Drittanbietern und kleineren Studios. Gleichzeitig bleibt die Verbreitung des Headsets überschaubar, während Sony zu seinen langfristigen Plänen für PS VR auffällig wenig sagt. Gründe, an der Zukunft des Headsets zu zweifeln, gibt es also auch ohne den Patentverkauf genug.