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William Shatner attackiert Aldi in wütenden Social-Media-Posts
»Star Trek«-Star William Shatner, 95, liefert sich derzeit einen Social-Media-Kampf mit dem britischen Ableger der Discounterkette Aldi Süd. Auslöser für zwei Tiraden des kanadischen Schauspielers auf der Plattform X ist ein Beitrag des britischen Radiomoderators Chris Brooks: Der wiederum hatte sich dort über den Umgang von Aldi mit seinem Sohn beklagt, der bei dem Unternehmen angestellt sei.
Brooks argumentiert in einem Posting, auf das Shatner sich dann bezieht , Aldi habe seinem Sohn irrtümlich zu viel Geld überwiesen. Er fügt seinem Beitrag zudem ein Foto eines angeblich von Aldi stammenden Briefs hinzu, in welchem die Kette exakt 97,64 Pfund (etwa 115 Euro) von diesem zurückfordert.
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Entsetzt zeigt er sich über den Ton des Briefs. Aldi bittet dem Foto zufolge nicht um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten, droht aber dafür gleich mit Inkassomaßnahmen, falls das Geld nicht bald zurückkommt. »Dieser Brief, den Sie meinem Sohn geschickt haben, ist einschüchternd«, schreibt Brooks. Zu keinem Zeitpunkt zuvor habe Aldi die Überbezahlung mitgeteilt, nun verlange man die sofortige Zahlung. Das sei furchtbar. »Sie haben den Fehler gemacht, nicht er.«
Unter dem Beitrag kommentiert der Aldi-Kundenservice – und zwar erkennbar desinteressiert. Leider könne man nicht weiterhelfen und empfehle, telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen.
Das könnte es gewesen sein – aber irgendwie ist Brooks’ Posting in Shatners Timeline gelangt. Und dem Schauspieler geht erkennbar die Hutschnur hoch. »Hey Aldi UK, sag deinem CEO, dass er mal in seine Buchhaltungsabteilung schauen sollte, da die Abteilung offensichtlich nicht weiß, wie man zählt oder einen Kalender benutzt«, schreibt er am Dienstag. Auch ist er sich sicher: Allein das Verschicken des Briefs werde mehr als die 97 Pfund gekostet haben, die das Unternehmen jetzt einfordere.
Das ist natürlich eine steile These, aber sie demonstriert ganz gut die Entrüstung, die der Vorfall bei Shatner ausgelöst haben muss. Vor allem scheint diese anzuhalten – denn am Mittwoch legt er noch mal nach . Mit Blick auf den CEO schreibt Shatner: »Er sollte überprüfen, wie dieses Problem entstanden ist, anstatt zu versuchen, eine lächerliche Summe aus einem jungen Mann für ihren eigenen Fehler herauszupressen.«
Der wiederum hat das Geld inzwischen zurückgezahlt, wie Radiomoderator Brooks vor wenigen Stunden schreibt . In seinem jüngsten Kommentar bedankt er sich bei Shatner für dessen Hilfe, den Fall bekannt zu machen. »Es ging nie um das Geld, sondern um die Art und Weise.« Das Unternehmen habe es für angemessen gehalten, einen Brief zu schicken, »der so klingt, als hätte er die Zahlung verweigert«.