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Bobby Kotick kehrt zurück: Der ehemalige Activision-Chef wird Vorstandsmitglied bei Skydance
Der frühere Blizzard-Mutterkonzern-Leiter zieht in den Aufsichtsrat des neuen Medien-Riesen aus Warner Bros. und Paramount ein.
Der ehemalige Activision-Chef Bobby Kotick kehrt in eine einflussreiche Position zurück: Er zieht in den Vorstand von Skydance ein – dem neuen Unterhaltungs-Riesen, der aus der Fusion von Warner Bros. und Paramount hervorgegangen ist.
Kotick hatte seinen Posten als CEO von Activision Ende 2023 im Zuge der 68,7 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme durch Xbox niedergelegt. Nun gehört er zu den mehreren Neuzugängen im 13-köpfigen Vorstand. Dazu zählen unter anderem der ehemalige britische Premierminister Tony Blair als Berater sowie die Philanthropin Laurene Powell.
David Ellison, Architekt der Fusion von Warner Bros. und Paramount sowie frisch gekrönter CEO von Skydance, erklärte in einem Statement: „Ich freue mich sehr, Laurene und Bobby in unserem Vorstand zu begrüßen, und es ist mir eine Ehre, Tony als Berater an unserer Seite zu haben. Bobby hat über drei Jahrzehnte lang ein globales Unterhaltungsunternehmen zu kontinuierlichem Wachstum geführt. Er bringt enorme Erfahrung mit, wenn es darum geht, langlebige Franchises aufzubauen und Fans weltweit zu begeistern.
Seine Erfolgsbilanz, mutige strategische Schritte mit disziplinierter Kapitalallokation zu verbinden, liefert genau die Expertise, die wir für den Zusammenschluss unserer Unternehmen brauchen. Tony hat auf höchster regierungsamtlicher Ebene geführt. Er genießt großes Ansehen für seinen Intellekt, seine strategische Vision und seine Fähigkeit, Menschen hinter mutigen, zukunftsweisenden Ideen zu vereinen. Seine globale Perspektive wird unschätzbar wertvoll sein, wenn wir unsere Ambitionen in konkrete Ergebnisse verwandeln.“
Durch die Fusion legen auch Warner Bros. und Paramount ihre Gaming-Sparten zusammen. Laut Variety leitet nun Tony Driscoll die neue Games-Division von Skydance. Driscoll hatte zwischen 2021 und 2024 die Creator Economy und Ökosystem-Initiativen für Fortnite aufgebaut. Der zusammengelegte Games-Bereich greift auf ein riesiges Portfolio bekannter Marken zu – darunter Mortal Kombat, Mission Impossible, Avatar: Der Herr der Elemente sowie Harry Potter mit Hogwarts Legacy 2.
In einer internen E-Mail an das Team, die Variety vorliegt, schrieb Skydance-Präsident Andy Gordon: „Neben unseren Kernbereichen TV, Film und Direct-to-Consumer investieren wir gezielt in unsere zukünftigen Wachstumsmotoren: Games, Experiences, Consumer Products und Publishing. Diese Säulen sind entscheidend für unsere Strategie, Engagement und Fandom in der physischen wie auch in der digitalen Welt zu stärken. Wir wollen da sein, wo unsere Zielgruppe schaut, spielt und interagiert. Gleichzeitig sehen wir große Chancen, das Storytelling von DC Comics weiter auszubauen und unser E-Commerce-Angebot zu erweitern, um Fans noch enger mit ihren Lieblingsmarken zu verbinden.“
Warner Bros. blickt auf eine lange, wenn auch wechselhafte Spiele-Historie zurück. Zwar feierte der Publisher Erfolge mit Schwergewichten wie Hogwarts Legacy und der Mortal-Kombat-Reihe, die jüngere Vergangenheit verlief jedoch holprig. Warner Bros. Montreal traf es erst Anfang des Jahres mit Entlassungen, und auch Suicide-Squad-Entwickler Rocksteady musste nach dem Flop von Kill the Justice League massive Stellenkürzungen hinnehmen.
Paramounts Gaming-Sparte steckte dagegen bislang noch in den Kinderschuhen. Der jüngste Titel Avatar Legends: The Fighting Game entwickelte sich zu einem Nischenhit für Genre-Fans. Darüber hinaus arbeitet das Studio gemeinsam mit PlatinumGames an TMNT: The Last Ronin – ein Veröffentlichungsdatum steht allerdings noch aus.
Bobby Kotick stand an der Spitze von Activision, als der US-Bundesstaat Kalifornien das Unternehmen verklagte. Der Vorwurf: Eine toxische „Frat Boy“-Kultur habe einen „Nährboden für Sexismus, Belästigung und Diskriminierung von Frauen“ geschaffen. Später enthüllte ein Bericht des Wall Street Journal, dass Kotick seit Jahren von den Vor