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PC-Markt: Auslieferungen brechen im Q3 2026 um 20,1 Prozent ein
Der weltweite PC-Markt hat im dritten Quartal 2026 deutlich nachgegeben. Nach Zahlen von IDC wurden 62,7 Millionen Computer ausgeliefert – 20,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nennt IDC unter anderem vorgezogene Lagerkäufe in der ersten Jahreshälfte, hohe Bestände und die inzwischen höheren PC-Preise.
Im dritten Quartal 2025 wurden insgesamt noch 78,5 Millionen Geräte verkauft. Und üblicherweise werden im dritten Quartal auch mehr PCs ausgeliefert als im zweiten Quartal. 2026 blieb diese saisonale Entwicklung aus: Bereits im zweiten Quartal waren die Auslieferungen im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zurückgegangen, das dritte Quartal erlebte nun einen regelrechten Einbruch und ist der zweite Rückgang in Folge in diesem Jahr.
Jitesh Ubrani, Forschungsdirektor für Verbrauchergeräte bei IDC, führt die Entwicklung auf starke Vorzieheffekte in der ersten Jahreshälfte zurück. Anbieter und Vertriebskanäle hätten frühzeitig Lagerbestände aufgebaut, um erwarteten Preiserhöhungen zuvorzukommen. Das habe das übliche saisonale Muster verschoben.
Nun träfen die hohen Bestände auf eine spürbar schwächere Nachfrage. Zugleich sind PCs aufgrund der Speicherkrise inzwischen tatsächlich deutlich teurer als üblich und als im ersten oder zweiten Quartal. Preisnachlässe und zeitlich begrenzte Sonderangebote könnten den Absatz zwar vorübergehend unterstützen, nach Einschätzung des Unternehmens sei dies aber keine langfristige Lösung.
Die sinkende Nachfrage betrifft laut den vorläufigen Zahlen von IDC nahezu alle Anbieter und fast jeder Hersteller verzeichnete im Jahresvergleich einen zweistelligen Rückgang. Besonders deutlich fiel er jedoch bei HP und Dell aus. Die PC-Auslieferungen von HP sanken um 30,9 Prozent, die von Dell um 25 Prozent.
Für die kommenden Quartale erwartet auch IDC wenig überraschend weiterhin erhöhte Preise. Zudem könnte sich der Gesamtmarkt zunächst weiter verschlechtern, bevor sich die Lage stabilisiert. Eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Bedingungen könnte die Nachfrage zusätzlich belasten und weitere Rückgänge bei den PC-Auslieferungen zur Folge haben. Wie stark der Markt weiter nachgibt, sei jedoch nicht sicher vorherzusagen.
Doch nicht nur der PC-Markt ist betroffen: Samsung soll die Smartphone-Produktion im vierten Quartal bereits um bis zu 30 Prozent gesenkt haben.