// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
HP EliteBoard G1a im Test: In dieser Tastatur steckt ein ganzer Ryzen-PC
Das HP EliteBoard G1a sieht aus wie eine Tastatur, ist aber auch ein Mini-PC mit Ryzen. Und Lautsprechern, Mikrofonen und Akku. Also quasi ein Notebook ohne Bildschirm. Klingt nicht nur interessant, sondern reicht im Büro oftmals auch völlig aus, wenn man zur Not mit einem USB-C-Adapter leben kann. Der Tastatur-Mini-PC im Test.
Bereits zur CES 2026 enthüllt gibt es den kleinen Tastatur-PC EliteBoard G1a nun in verschiedenen Konfigurationen im Handel. Der Clou der Plattform: Die gesamte Technik steckt unterhalb der Tastatur über zwei USB-C-Schnittstellen und WiFi/Bluetooth wird die Kommunikation mit der Außenwelt realisiert.
Im deutschen Handel wird das EliteBoard G1a derzeit in drei Konfigurationen angeboten, die sich bei der APU und dem Speicher unterscheiden. Dadurch sind die Unterschiede ganz schnell erklärt, sehr große Auswirkungen haben sie jedoch auf den Preis, was dieser Tage natürlich in erster Linie am RAM und der SSD liegt. Von einem Quad-Core-Prozessor mit 16 GByte RAM und 512 GByte fassender SSD für 1.299 Euro geht es so spielend schnell hinauf bis zur Variante mit acht Kernen und doppeltem Arbeitsspeicher für 2.149 Euro, die auch das Testmuster darstellt.
Die Technik in der Tastatur ist dabei aber auch noch nicht alles. Bei allen Modellen ist hierzulande auch noch ein Akku verbaut. Der PC kann so problemlos von einem Raum zum anderen oder auch mal mit nach Hause genommen werden, der 32-Wh-Akku lässt den PC dabei ohne Probleme im Betrieb. In anderen Ländern wird es aber auch Varianten ohne Akku geben.
Die Ausstattung hierzulande setzt dann aber auch auf wechselbare Hardware. Da die Unterseite schnell geöffnet ist, kann der Kunde an RAM, SSD und auch Wi-Fi-Modul leicht selbst Hand anlegen und dies auswechseln.
Die Tastatur als Eingabegerät ist eine Mischung aus klassischer Desktop-Lösung und in Notebooks verbauter platzsparender Variante. Die hintergrundbeleuchteten größeren Tasten haben einen kurzen Weg und tippen sich deshalb eher wie in einem Notebook. Die ganze Tastatur ist dabei wasserabweisend und leicht zu reinigen, sie hält einem unerwarteten Verschütten von Flüssigkeiten und auch Kratzern stand. HP erklärt, dass sie MIL-STD-810-Tests besteht.
Weitere Gemeinsamkeiten mit einem Notebook, aber zuletzt auch verstärkt bei Mini-PCs, findet der Kunde im Bereich der Soundausgabe und auch der Aufnahme. Nicht nur gibt es so verbaute Lautsprecher an den Seiten der Tastatur, auch zwei Mikrofone nehmen auf Wunsch die Stimme auf. Die Sound-Ausgabe hat dabei natürlich keine Kinoqualität in Dolby Atmos, für eine kurze Wiedergabe von Medien eignet sie sich aber.
In den USA lässt sich der Tastatur-PC sogar frei konfigurieren, wenngleich die vorgefertigten Modelle deutlich günstiger sind. Vor allem der Ausbau auf 32 GByte RAM in Form von zwei Speichermodulen und bis zu 2 TByte SSD kostet direkt 1.900 US-Dollar Aufpreis – von 16+512GB kommend. Die beworbene 64-GByte-RAM-Option bietet dabei nicht einmal der HP-Shop an – angesichts der 4.632 US-Dollar, die das zusammengestellte System mit 32 GByte RAM bereits kostet, ist das naheliegend, weil vermutlich unbezahlbar. In Deutschland steht die selbst konfigurierbare Option deshalb auch erst gar nicht zur Verfügung.
Ausgepackt, eingesteckt und losgelegt. Das klappt auch beim HP EliteBoard G1a genauso wie bei einem Mini-PC. Da die OEM-Version in der Regel mit vorinstalliertem Windows 11 im Handel steht, folgt der bekannte längere Update-Prozess direkt, während die Installation und Einrichtung abgeschlossen werden – und das kann durchaus etwas dauern.
Nach dem ersten Start sind dann unzählige HP-Tools vorzufinden. Diese kümmern sich auch um Updates des Systems und auf Wunsch unzählige Diagnosen, doch sowohl bei den HP-Tools als auch Windows Update wird der AMD-Grafiktreiber stets übergangen: Auch nach allen Update-Runden ist dieser noch von Oktober 2025. Manuell den neuesten AMD-Adrenalin-Treiber aus dem ComputerBase-Archiv bezogen klappt die Installation aber problemlos.