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Lego Icons Flipperautomat im Check: Charmante Mechanik mit stolzem Preis
Das Weltraum-Set bietet funktionale Spielereien für 210 Euro, leidet aber unter Stickern und fehlender Beleuchtung.
Der Flipperautomat aus der Lego-Icons-Reihe sieht nicht nur aus wie einer, er ist tatsächlich einer. Ihr könnt ihn aktiv verwenden und damit ein wenig flippern. Das ersetzt keinen echten Automaten, ist aber immer mal wieder ein kleiner Spaß für zwischendurch – und durchaus anspruchsvoll, wenn ihr etwa die Rampe auf dem Spielfeld treffen möchtet. Aber lohnt es sich auch, 210 Euro dafür auszugeben?
Der Lego Icons Flipperautomat ist ein interaktives Bauset aus 2.274 Teilen für Erwachsene. Es kombiniert ein klassisches Weltraum-Design mit funktionaler Spielmechanik samt Flipperhebeln und Rampe zum Preis von 210 Euro. Das Set ist 24 cm hoch, 38 cm lang und 28 cm breit.
Thematisch hat sich Lego hier für eine Adaption der Space-Thematik entschieden. Auf dem Tisch selbst und am Kopfende sind die Details größtenteils mit Steinchen umgesetzt, aber an den Seiten kommen leider größere Sticker statt Drucke für die Weltraummotive zum Einsatz. Ignoriert man diesen Aspekt, sieht das Gesamtkonstrukt stimmig aus, wobei ihm natürlich eine Beleuchtung gut zu Gesicht stehen würde.
Denn im Grunde ist das gute Stück interaktiv nutzbar, eine Beleuchtung wäre das Sahnehäubchen gewesen. Mithilfe der Einschussfeder befördert ihr die Kugel aufs Spielfeld, mit den beiden Flipperhebeln versucht ihr sie anschließend im Spiel zu halten. Kreiselnde Bumper und eine Rampe gibt es auch. Wenn ihr einen kleinen Asteroiden in der Mitte trefft, bewegt sich der Astronaut am Kopfende in Richtung des Baby-Astronauten. Das gibt dem Ganzen zumindest ein Ziel, wenn ihr schon keine Punkte sammelt.
Wie anfangs erwähnt, braucht es durchaus Feingefühl, um etwa die Rampe mit der Kugel zu treffen und hindurchzubefördern. Davon abgesehen bietet der Automat eine nette Beschäftigung für zwischendurch, den man auch mal anderen zeigt oder sie es selbst ausprobieren lässt. Ansonsten würde ich aber sagen, dass der Flipperautomat wie die meisten Lego-Sets dieser Kategorie als Deko im Regal, in der Vitrine oder wo auch immer landet.
Insgesamt umfasst das Set 2.274 Teile, wobei man sich auf den ersten Blick fragt, wo die alle stecken. Nun, beim Zusammenfügen und bei der Konstruktion des Gerüsts spielen viele Kleinteile eine tragende Rolle, insofern summiert sich das. Unter der Haube sind einige Elemente miteinander verknüpft, wodurch der Astronaut sich bei einem Asteroidentreffer bewegt oder die Flipperhebel Aktionen auslösen. Allzu komplex fällt der Zusammenbau jedoch nicht aus, Probleme solltet ihr damit keine haben.
Damit die Kugel stets nach unten rollt, ist der Flipperautomat entsprechend angewinkelt. Zudem steht er auf auf Gummifüßen, wodurch er beim Spielen nicht verrutscht und etwa sicher auf einem Tisch steht.
Letztlich ist der Flipperautomat ein eher nischiges Produkt, das insbesondere die Fans solcher Gerätschaften ansprechen dürfte. Diese erwarten aber zumindest eine funktionale Umsetzung, die natürlich nicht an den Umfang eines echten Automaten heranreicht. Schade fand ich, dass die detaillierten Motive an den Seiten über Sticker umgesetzt werden und nicht über Drucke, davon abgesehen hätte dem Set eine Beleuchtung gutgetan. Für 210 Euro ist es definitiv kein Schnäppchen und nichts, womit man sich täglich aktiv beschäftigt - wenn ihr aber ein entsprechendes Modell haben möchtet, könntet ihr damit glücklich sein.