// LINUXNEWS.DE — LINUX & OPEN SOURCE
Kopuz: Musikplayer vereint lokale Musik und Streamingdienste
Mit Kopuz entwickelt sich ein quelloffener Musikplayer, der lokale Musiksammlungen und zahlreiche Streamingdienste unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint. Die in Rust entwickelte Anwendung steht für Linux, macOS, Windows und Android zur Verfügung. Am 8. Oktober haben die Entwickler Version 0.20 veröffentlicht, die insbesondere bei der Benutzeroberfläche und der Lautstärkeregelung nachbessert.
Kopuz verfolgt einen Ansatz, der insbesondere für Anwender mit einer über verschiedene Dienste verteilten Musiksammlung interessant ist. Neben lokal gespeicherter Musik unterstützt der Player die Einbindung selbst gehosteter Musikserver auf Basis von Jellyfin, Navidrome, Subsonic und Nextcloud. Hinzu kommen YouTube Music, Apple Music, Spotify, SoundCloud und Internetradio. Die Inhalte der angebundenen Quellen erscheinen in einer gemeinsamen Musikbibliothek.
Zu den weiteren Funktionen gehören die Anzeige synchronisierter Liedtexte, verschiedene Darstellungsmodi und eine anpassbare Oberfläche mit elf integrierten Designs. Auch eine automatische Farbgestaltung anhand des Hintergrundbildes oder des aktuellen Albumcovers ist möglich.
Mit Version 0.20 erhält Kopuz optional eine Oberfläche nach den Gestaltungsrichtlinien von Material 3. Abgerundete Elemente, überarbeitete Bedienelemente und dynamische Farben sollen für ein einheitlicheres Erscheinungsbild sorgen. Das neue Design lässt sich in den Einstellungen aktivieren.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Unterstützung von ReplayGain. Damit gleicht Kopuz unterschiedliche Lautstärkepegel zwischen Musikstücken oder Alben aus, ohne die Audiodateien selbst zu verändern. Die Implementierung berücksichtigt sowohl ReplayGain-Metadaten lokaler Dateien als auch entsprechende Informationen von Jellyfin- und Subsonic-Servern. Ergänzend gibt es eine Übersteuerungsvermeidung sowie eine einstellbare Vorverstärkung.
Auf Android wurden die Einstellungen übersichtlicher gestaltet und die Bedienung an mobile Geräte angepasst. Unter anderem lassen sich Titel durch Wischen über das Albumcover wechseln. Zudem haben die Entwickler die Kontextmenüs vereinheitlicht.
Zu den Fehlerkorrekturen gehört ein Problem, bei dem die Wiedergabe auf dem Desktop erst nach erneuter Fokussierung des Programmfensters zum nächsten Titel wechselte. Auch die Verarbeitung fehlerhafter Zeitstempel in synchronisierten Liedtexten wurde verbessert. Für YouTube-Inhalte, bei denen der Server bestimmte Bereichsanfragen ablehnt, gibt es jetzt einen Rückfall auf sequenzielles Streaming. Dabei ist allerdings kein Springen innerhalb des Titels möglich.
Kopuz steht unter der European Union Public Licence (EUPL) 1.2. Für Linux bieten die Entwickler AppImages sowie DEB- und RPM-Pakete an. Ferner ist die Anwendung über Flathub, das Arch User Repository (AUR) und Nix erhältlich. Die Entwicklung findet auf GitHub statt.