// STADT-BREMERHAVEN — LINUX & OPEN SOURCE
VirtualBuddy 2.2: Open-Source-Virtualisierer bringt Save und Resume
von Carsten Knobloch
14. Okt. 2026 |
0
Entwickler Guilherme Rambo hat Version 2.2 von VirtualBuddy veröffentlicht. Für diejenigen, die das Open-Source-Tool noch nicht kennen: VirtualBuddy klinkt sich in Apples Virtualization Framework ein und erlaubt es, auf Macs mit Apple Silicon ohne großen Aufwand virtuelle Maschinen mit macOS oder Linux aufzusetzen und zu betreiben. Hatte ich schon x-mal drüber berichtet. Mit dem neuen Update zieht eine Reihe Neuerungen ein, allen voran das Speichern und Wiederaufnehmen laufender Sitzungen.
Mit Version 2.2 könnt ihr den aktuellen Ausführungszustand einer macOS-VM beim Schließen des Fensters oder beim Beenden der App sichern und später genau an dieser Stelle weitermachen. In den Einstellungen lässt sich festlegen, ob VirtualBuddy den Zustand automatisch sichert, die Maschine herunterfährt oder jedes Mal nachfragt. Voraussetzung dafür ist ein Volume mit Unterstützung für File Cloning, zudem dürfen keine USB-Geräte an die VM durchgereicht sein.
Wer eine frische VM einrichtet, kann künftig den Setup-Assistenten von macOS überspringen, indem das Benutzerkonto schon vor dem ersten Start vorkonfiguriert wird. Gebt ihr also einfach Username und Passwort vorab ein, fertig. Zudem gibt es nun USB-Passthrough, um USB-Geräte vom Mac direkt an die virtuelle Maschine weiterzureichen. Beide Funktionen setzen macOS 27 oder neuer auf dem Mac und im Gastsystem voraus.
Dazu kommen weitere Verbesserungen bei der Bedienung:
* Einstellungen bestehender VMs lassen sich direkt über das Konfigurationsfenster kopieren.
* Ein neues Guest-Menü bündelt Aktionen wie Start, Stopp, Pause sowie den Wechsel der Netzwerk-Schnittstelle.
* Tastatur- und Mauseingaben lassen sich über neue Schalter in der Toolbar oder Tastenkombinationen temporär deaktivieren.
* Administratoren können Funktionen wie geteilte Ordner, USB-Passthrough oder den Mikrofonzugriff über Konfigurationsprofile einschränken.
Ebenfalls überarbeitet wurde die Kommunikation mit dem Hilfsprogramm VirtualBuddyGuest, was das Teilen der Zwischenablage zwischen Mac und VM deutlich stabiler macht. Auch MAC-Adresskonflikte beim Start werden nun automatisch erkannt und auf Wunsch durch eine neu generierte Adresse behoben. Diverse Fehler rund um APFS-Dateisysteme und die Darstellung im Vollbildmodus wurden ebenfalls beseitigt. VirtualBuddy 2.2 setzt mindestens macOS 14 auf dem Mac voraus und steht wie gewohnt kostenlos über GitHub zum Download bereit.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.