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Zelda Ocarina of Time: Nach 2 Stunden Remake mussten sie mir das Pad mit der Kneifzange abnehmen
Nintendos N64-Klassiker erstrahlt auf der Switch 2 in neuem Glanz. Warum das erste Hands-on mit 60 FPS, frischen Mechaniken und extrem viel Liebe zum Detail verzaubert.
Ich möchte mich jetzt schon festlegen: Zelda Ocarina of Time für die Switch 2 wird großartig. Zwei Stunden Anspielen haben bei mir wenig Zweifel hinterlassen, dass wer auch immer hier federführend verantwortlich zeichnet (vermutlich Grezzo), mit wahnsinnig viel Lust auf dieses Abenteuer und Liebe zum Detail bei der Sache war. Es ist lange her, dass ich so geknickt war, als eine Anspielsession vorüberging. Es kostete mich richtig Überwindung, den Controller an die nur ein klitzekleines bisschen über mein Zögern irritierten Nintendo-Angestellten zurückzureichen. Ihr Daumen schwebte vermutlich schon über dem Panik-Knopf in der Hosentasche, um der Security zu signalisieren: Hier will einer nicht gehen!
Hinter dem Spruch verbirgt sich ein Running Gag der Gaming-Community. Wenn Fans Nintendo-Klassiker in der Unreal Engine mit hyperrealistischen Assets nachbauen, fordern Zuschauer oft lautstark: „Nintendo, hire this man!“ – meist zum großen Amüsement echter Spieleentwickler.
Das war jedenfalls der Film, der in meinem Kopf lief, als ich mit dem Waldtempel fertig und meine Zeit vorüber war. Bis dahin waren das zwei beseelte, wunderbar vor sich hinfließende Stunden in einer bildhübschen Variante einer meiner schönsten Spieleerinnerungen. Ich bin jetzt sicher: Diese Arbeit ist weit entfernt von dem zusammengeworfenen Klumpatsch zeitgeistig-realistischer Grafikelemente, die manche nach dem ersten Trailer darin erkannt haben wollten. Das heißt mitnichten, dass man den Look automatisch mögen muss. Aber vor allem die vielen “They hired that man!”-Memes kurz nach der Direct wirken nach einem ausgedehnten Kontakt hiermit wahnsinnig ungerecht. Es steckt viel Persönlichkeit und jugendliche Verve in diesem Entwurf von “OoT”.
Im Grunde war es schon nach wenigen Schritten um mich geschehen und das hatte im ersten Moment insbesondere mit der klanglichen Seite zu tun. Das neu arrangierte orchestrale Kokiri-Theme hebt wirklich herzallerliebst kindliche Flötentöne und warmherzige Klarinetten über luftige Streicher, Cembalos und Xylophone. Es klingt maximal leichtfüßig und unschuldig und ist komplett zum Dahinschmelzen. Außerdem passt es bestens zu Links kindlichem Gestapfe auf dem weichen Waldboden. Dessen kräftiges Moos federt jeden seiner Schritte auf eine Art, die man kennt, wenn man als Kind oft im Wald gespielt hat. Das versetzt direkt in eine Abenteuerstimmung, die sämtliche Rezeptoren aufsperrt – und plötzlich gehen einem auch die Augen über.
Auf einmal entdeckt man immer mehr Details, die einfach froh machen. Hügel und Senken, die vorher nicht da waren, stimulieren das Auge abgebrühter Hyrule-Retter aufs Neue, während auch der Kontakt der Figuren mit dieser Welt deutlich inniger wirkt. Von winzigen Halmen bis zu Link-hohen Brennnesseln biegt sich die Flora gesammelt aus dem Weg, wenn man hindurchläuft. Bodennaher Nebel macht erst zaghaft Platz, wird dann wild fortgeweht, sobald man einen Purzelbaum schlägt. Die Luft schwirrt vor Partikeln, bis man kurz überlegt, wo man sein Cetirizin nochmal liegen hat. Und wenn Link einen Felsen anhebt, rieseln Erdkrümel von dem Brocken herab, während unser Held kurz in einer kleinen Staubwolke steht.
Dichte Flechten krabbeln altes Holz empor und laden so ein, ihnen auf die Dächer der Kokiribehausungen zu folgen, was man dank der neuen Sprungtaste erstmals auch darf und gerne tut. Gras und Büsche sind außerdem längst nicht mehr alles, was man mit dem Schwert abhacken kann. Auch alle anderen Pflanzen, die mehr als knöchelhoch sind, erfreuen mit dem Tanz fallender Blätter und Zweige nach einem Hieb mit der Waffe. Und wenn man das erste Mal im Deku-Baum unterwegs ist, warnt einen herabplatschender Sabber vor lauernden und deutlich ekeligeren Skulltulas.
All diese Details erden die Figuren in ihrer Welt, erzeugen ein Gefühl von Schorf auf de