// TAGESSCHAU INLAND — CRONACA
Kanzler setzt auf gute Regierungsarbeit gegen Extremismus
In seiner Regierungserklärung betont der Kanzler, dass Deutschland unter Druck stehe wie "vielleicht noch nie". Unzufriedenheit führe zu Extremismus. Dem müsse man "schöpferische Anstrengung" entgegensetzen.
Bundeskanzler Friedrich Merz will dem zunehmenden Extremismus in Deutschland gutes Regierungshandeln entgegensetzen. Die Gerechtigkeitslücke werde weiter wachsen, "wenn wir nicht handeln", sagte Merz in seiner Regierungserklärung im Bundestag.
Wo Extremismus "seine Wurzel in berechtigter Unzufriedenheit" und in "berechtigten Empfindungen von Ungerechtigkeit" habe, so Merz, da sei die einzige Antwort, "diese Zerstörungskraft zu etwas Gutem" umzuwandeln: Das Land brauche jetzt eine "schöpferische Anstrengung".
"Die haben wir aufzubringen und die werden wir aufbringen - auch und gerade gegen den Extremismus, (...) der gerade wieder in dieses Parlament eindringt und in die Landesparlamente eindringt und in die Alltagswelt unseres Landes", betonte der Kanzler. Deutschland stehe unter Druck "wie vielleicht noch nie seit seiner Gründung".
Analyse
21.09.2026
Der Bundeskanzler und CDU-Chef kämpft nach dem erneuten Wahldebakel um sein Amt.
mehr
Damit spielte Merz auf die Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen im September an, bei denen die AfD deutlich hinzugewonnen hatte und in Sachsen-Anhalt möglicherweise an die Regierung kommen wird. Er wandte sich in seiner Rede direkt an die AfD-Abgeordneten und kritisierte ihr "höhnisches Gelächter mit der Freude an der Zersetzung und an der Zerstörung".
Diese griffen Merz scharf an. AfD-Chef Tino Chrupalla warf dem Kanzler "politisches Versagen" vor. Nichts habe sich getan, sagte er mit Blick auf Bereiche wie Rente, Pflege oder Gesundheit. "Herr Bundeskanzler, Hand aufs Herz, das wird nichts mehr", sagte Chrupalla. Seine Co-Chefin Alice Weidel sagte: "Es ist vorbei, Herr Merz." Sie rief erneut dazu auf, Erdöl und Erdgas aus Russland zu beziehen.
Chrupalla forderte Merz auf, die "mittlerweile unendliche finanzielle und militärische Unterstützung" der Ukraine zu beenden. Die Steuerzahler könnten sich diese nicht mehr leisten.
Analyse
06.10.2026