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House Control: Smart Home als 3D-Modell in der Menüleiste und auf dem iPhone
von Carsten Knobloch
15. Okt. 2026 |
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Wer sein Smart Home gerne visuell im Blick behält, stolpert früher oder später über Grundriss-Visualisierungen. Mit dem Open-Source-Projekt House Control gibt es nun einen interessanten Ansatz, der das eigene Zuhause als interaktives 3D-Modell direkt in die Menüleiste des Mac und auf das iPhone bringt.
Die App nistet sich nach dem Start auf dem Mac als reines Menüleisten-Icon ein, ein reines Hauptfenster oder Dock-Symbol gibt es nicht. Ein Klick auf das Häuschen öffnet ein Panel mit dem gerenderten Grundriss samt Möbeln, Lampen und Klimageräten. Besonders nett gelöst: Wer ein MacBook mit Notch nutzt, bekommt auf Wunsch ein kleines Dropdown direkt an der Bildschirmaussparung serviert. Fährt man mit dem Mauszeiger über die Notch, klappt das Modell samt Statusanzeige und Schnellzugriff auf Szenen und Geräte aus.
Beim ersten Mal nicht verzweifeln: Die englischsprachige App kommt mit einem Demo-Haus daher. Da könnt ihr erst einmal schauen, ob es etwas für euch ist. Mir war das Ganze "way to much", da ich eher der pragmatische Anwender bin, der nach und nach lieber das mächtige Home Assistant für sich optimiert. Jedenfalls könnt ihr wirklich eigene Räume erstellen, diese einrichten und von euch hinzugefügte Geräte, wie z. B. Lampen, werden dann in den Räumen 1a visualisiert.
House Control setzt auf einen lokalen Ansatz und kommt ohne eigene Server, Benutzerkonten oder Telemetrie aus. Die Konfiguration landet als JSON-Datei lokal auf dem Rechner. Bei den Schnittstellen werden aktuell mehrere gängige Plattformen unterstützt:
* Home Assistant (wird im lokalen Netzwerk automatisch erkannt, benötigt einen langlebigen Zugriffs-Token)
* Philips Hue (Kopplung direkt über den Button an der Bridge)
* Smart Life / Tuya (Anbindung per QR-Code über die Smart-Life-App)
* Apple Home (Geräte werden über die iPhone-App eingebunden und stehen auf dem Mac zur Verknüpfung bereit)
Im integrierten visuellen Editor lassen sich, wie eben erwähnt, Räume per Maus verschieben, Möbel platzieren und Lichtquellen den realen Smart-Home-Geräten zuweisen. Lampen spiegeln im 3D-Modell ihren aktuellen Status wider, inklusive Helligkeit und Lichtfarbe. Laufende Klimaanlagen visualisieren ihren Luftstrom und greifen auf Wunsch die Raumtemperatur von vorhandenen Sensoren ab.
Der erstellte Grundriss lässt sich direkt mit der dazugehörigen iPhone-App synchronisieren. Der Abgleich läuft lokal über das eigene WLAN via Bonjour und TLS, indem man auf dem iPhone einen am Mac angezeigten QR-Code scannt.
Ebenfalls an Bord ist eine Funktion namens AI Access. Darüber lässt sich ein lokales Gateway aktivieren, das wahlweise nur auf dem Mac lauscht oder temporär über einen Cloudflare-Tunnel erreichbar ist. Über das Model Context Protocol (MCP) oder HTTP-Endpunkte können KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude Geräte schalten oder anhand von hochgeladenen Fotos den 3D-Grundriss anpassen.
Die Mac-App setzt mindestens macOS 13 Ventura voraus und läuft sowohl auf Apple Silicon als auch auf Intel-Macs. Vorkompilierte Disk-Images (DMG) gibt es in den GitHub-Releases. Da das Projekt nicht mit einem kostenpflichtigen Apple-Entwicklerzertifikat signiert und notarisiert ist, muss die App beim ersten Start über die macOS-Sicherheitseinstellungen einmalig freigegeben werden. Alternativ lässt sich das Projekt via Xcode und Node.js direkt aus dem Quellcode bauen. Die iOS-App muss derzeit selbst via Xcode kompiliert werden, vielleicht für viele die derzeit größte Hürde.