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Matthew McConaughey fuhr in die Wüste, um schlechte Kritiken über sich zu lesen
Selbst nach Jahrzehnten im Geschäft trifft Hollywoodstar Matthew McConaughey, 56, die Wucht der Kritiken. Über seinen sehr eigenen Weg damit umzugehen, hat der Oscargewinner nun im Podcast »Build or Break« gesprochen.
Er sei für ein Wochenende in die Wüste gefahren, sagt McConaughey. In seinem Gepäck: Ein Buch mit allen Kritiken der vergangenen 20 Jahre. Der in Texas geborene Hollywoodstar spielte in Liebeskomödien wie »Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?« mit, später stand er auch für Martin Scorseses »The Wolf of Wall Street« sowie für Christopher Nolans »Interstellar« vor der Kamera. Für seine Darstellung eines mit HIV infizierten Rodeo-Reiters im Drama »Dallas Buyers Club« bekam McConaughey 2014 einen Oscar. Für seinen Auftritt in »Im Netz der Versuchung« heimste er jedoch auch eine Nominierung für die Goldene Himbeere ein.
In der Wüste habe er dann ausschließlich die schlechten Kritiken gelesen, sagt McConaughey, zwei Tage lang. »Es war hart.« Er habe jedoch schnell zwei Arten von Kritik erkennen können. Bei manchen Kritiken habe er sofort gesehen, dass der Autor oder die Autorin etwas gegen ihn persönlich habe, sagt McConaughey. Bei anderen Kritiken habe er gedacht: Diese Person hat recht. Davon habe er lernen können.
Die Unterscheidung zwischen dem Echten und dem Falschen, so erzählt es McConaughey, sei grundsätzlich sein Geheimnis für eine lange Hollywoodkarriere – in der man von einem Schauspieler zu einem Star wird. »Ich habe nur vier Menschen in meinem Leben gesagt, dass ich sie liebe«, sagt McConaughey. In Hollywood würden es die Leute jeden Tag sagen. Auch das dürfe man nicht zu ernst nehmen.
Einen denkbar einfachen Trick zum unmittelbaren Umgang mit schlechter Kritik hat McConaughey jedoch auch: Er rede sich einfach ein, »dass diejenigen, die die guten Kritiken geschrieben haben, die Klugen waren«.