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Zelda: Link’s Awakening: Mit AI neukompilierter PC-Port erschienen
Das Nintendo-Switch-Remake von The Legend of Zelda: Link’s Awakening ist als inoffizieller PC-Port für Windows, macOS und Linux verfügbar. Das mittels KI umgesetzte Projekt setzt auf statische Neukompilierung und unterstützt unter anderem Ultrawide-Auflösungen, eine anpassbare Steuerung sowie einen Randomizer.
Der Port gilt als erstes vollständig spielbares Projekt, das ein Nintendo-Switch-Spiel per statischer Neukompilierung auf den PC bringt. Dabei werden Aufrufe und Architektur der ursprünglichen Hardware auf die x86-64-PC-Architektur übertragen. Die NVN-Aufrufe der Grafik-API von Nvidia für die Switch werden dabei zu Vulkan übersetzt. Anders als bei einer Emulation kommen dann nicht mehr die ursprünglichen Switch-Hardwareaufrufe zum Einsatz.
Das Projekt ist auf GitHub verfügbar und aktuell als Beta gekennzeichnet, die einige bekannte und wahrscheinliche viele noch unentdeckte Fehler aufweist. Der Ersteller peiikai gibt an, es nahezu ausschließlich mithilfe von KI entwickelt zu haben. Zum Einsatz kam demnach Claude Code, wobei die KI das Reverse Engineering, die Programmierung und auch die Dokumentation übernommen hat. Er habe sich auf das Anleiten, Testen und Prüfen des Codes beschränkt. Als Liebhaber des Spiels habe er das Projekt ursprünglich nur für sich selbst umsetzen wollen.
Auch wenn die PC-Portierung keine Emulation nutzt und nativ unter Windows, macOS und Linux läuft, benötigt man trotzdem weiterhin eine Kopie des Original-Spiels. Diese ist nicht Teil des Ports und es werden auch keine Hinweise geduldet, wie man an eine Kopie kommt.
Derartige Projekte bewegen sich rechtlich in einer Grauzone, da das Verfahren an sich technisch legal ist, solang keine Daten von Nintendo oder anderen Herstellern ins Projekt integriert werden. Sie benötigen aber weiterhin eine Sicherungskopie des Spiels, die meistens nicht legal erworben wird.
Der PC-Port unterstützt mehrere Auflösungen und Ultrawide-Seitenverhältnisse, die in der Switch-Version nicht verfügbar sind. Gerade bei Nutzung einer breiten Auflösung kann es aber noch vermehrt zu Fehlern kommen. Auch die Steuerung lässt sich anpassen, wobei die Unterstützung von Tastatur und Maus gegeben ist. Ebenfalls Teil der PC-Portierung ist ein konfigurierbarer Randomizer. Mit ihm können Spieler unter anderem Fundorte von Gegenständen und Dungeon-Layouts verändern. Die so entstehenden Spielvarianten lassen sich über Seeds erstellen und mit der Community teilen.
Mit der ersten erfolgreichen Neukompilierung eines Switch-Spiels könnten schnell weitere Spiele folgen. Eine PC-Version von Super Mario Odyssey befindet sich bereits in der Entwicklung. Auch sie soll sich einer statischen Neukompilierung bedienen.
Das Remake des ursprünglich im Jahr 1993 für den Game Boy erschienenen Spiels kam 2019 für die Nintendo Switch auf den Markt. Bei Metacritic erreicht das Switch-Remake einen Metascore von 87.