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AEG will der Midea PortaSplit Konkurrenz machen
Ab 2027 haben Hitzegeplagte mehr Auswahl bei mobilen Split-Klimaanlagen. Von AEG kommt die Roomovi, die der PortaSplit ähnelt.
AEG gibt einen Ausblick auf seine erste mobile Split-Klimaanlage Roomovi. Genau wie die beliebte Midea PortaSplit besteht sie aus einer Außeneinheit mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe und einer Inneneinheit mit Wärmetauscher und Lüfter. Ein fester 2-Meter-Schlauch verbindet beide Teile; als Kältemittel ist umweltverträgliches R290 alias Propan geplant.
Der Hersteller AB Electrolux hinter AEG baut die Roomovi allerdings nicht selbst. Stattdessen zeichnet die Solar Solutions Group verantwortlich, die bisher Photovoltaikprodukte für AEG auflegt. Das öffentlich verfügbare Datenblatt ist bisher vorläufig und die Bilder sind lediglich gerendert.
Laut Wattmoves will AEG die Roomovi im Februar 2027 in den Handel bringen. Je nach aktuellem Entwicklungsstand wäre das sportlich, rechnet man die Verfrachtungszeit aus wahrscheinlich Asien hinein. Die Informationen sollen vom Vertrieb des deutschen Händlers Prosatech stammen, sind bisher aber unbestätigt. Demnach visiert AEG eine Preisempfehlung von 1249 Euro für die weiße Version an. Eine anthrazitfarbene Variante soll 1299 Euro kosten.
Die realen Preise dürften allerdings erheblich von der Saison abhängen. Im Hochsommer schießen die Preise für mobile Klimaanlagen typischerweise hoch. Die Midea PortaSplit schwankt beispielsweise je nach Jahreszeit zwischen knapp 700 und über 2000 Euro. Die Neuauflage mit Propan und überarbeitetem Design hat bislang noch keine Preisempfehlung.
Die technischen Details der Roomovi lesen sich derweil ähnlich wie bei der PortaSplit. Die Kühl- und Heizleistung soll bei 3,2 bis 3,5 Kilowatt liegen, bei einer elektrischen Leistungsaufnahme von bis zu 1,2 Kilowatt. Obwohl die Werte nahezu identisch zu denen der PortaSplit sind, empfiehlt AEG eine Nutzung bis maximal 30 m². Midea nennt bei der PortaSplit bis zu 42 m². Hier kommt es letztendlich aber auch auf Deckenhöhe, Isolierung und Zieltemperatur an.
Ebenfalls nahezu identisch ist die anvisierte Lautstärke: Die Inneneinheit der Roomovi soll je nach Betriebsmodus auf 39 bis 51 dB(A) kommen, die Außeneinheit auf 56 dB(A). Ein Äquivalent zu Mideas sogenanntem Out-Silent-Modus ist im Vorabmaterial nicht vermerkt. Mit ihm drosselt die PortaSplit den Kompressor und Ventilator, sodass die Außeneinheit deutlich unter 50 dB(A) kommt.
Die Roomovi soll mit Halterungen für Balkone, französische Balkone und Dachfenster erscheinen. Normale Fenster sind derzeit nicht vermerkt. Einen Vorteil gegenüber der PortaSplit soll es geben: Mit den genannten 23 kg wäre das Innengerät signifikant leichter als das der Konkurrenz (32,5 kg). Das Außengerät soll mit 9 kg zehn Prozent leichter sein. Insgesamt würde das den Auf- und Abbau erleichtern.
Die Bedienung soll per Fernbedienung oder App erfolgen. An der Inneneinheit selbst scheint es keine Knöpfe zur Steuerung zu geben. LEDs zeigen lediglich die Temperatur an.
Am Ende kommt es auf Detailfragen an: Wie läuft bei der Roomovi das Kondenswasser ab? Decken die Halterungen Fenster ab? Wie laut oder leise ist das Gerät unter realen Bedingungen? Vibrationen etwa könnten ein Problem sein, die das Datenblatt nicht widerspiegelt. Unterstützt die Roomovi Matter zur Smart-Home-Integration?