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Ben Affleck warnt nach »Digger«-Misserfolg vor noch mehr Hollywoodeinheitsbrei
Die Traumfabrik Hollywood hat der Welt in den vergangenen Jahren vermehrt wohlbekannte Träume vorgesetzt. Schauspieler Ben Affleck, 54, befürchtet, dass der kommerzielle Misserfolg der sperrigen Satire »Digger« sowie die damit einhergehende Schadenfreude dazu führen wird, dass die großen Filmstudios künftig noch mehr »beschissene, gleichförmige Filme« produzieren.
Affleck argumentierte im Podcast »Happy Sad Confused« , dass die Kritik an einem Film, bei dem »alles auf eine Karte gesetzt« wurde, dazu führen könnte, dass die Studios bei zukünftigen Projekten einen sichereren Ansatz wählen.
John Goodman, Tom Cruise, Regisseur Alejandro G. Iñárritu und Kameramann Emmanuel Lubezki beim Dreh einer Szene aus »Digger«
Der Schauspieler hat offenbar besonders wenig Verständnis für die Schadenfreude, mit der einige den Misserfolg des Films von Regisseur Alejandro González Iñárritu feiern. »Es ist ein bisschen wie Mobbing in der Schule, nur dass es Leute sind, die den Film noch nicht einmal gesehen haben«, sagte Affleck. »Digger« sei ein ambitionierter und interessanter Film von interessanten und talentierten Leuten.
»Wenn man Filme bestraft, die Risiken eingehen, was bekommt man dann wohl? Einen Haufen beschissener, gleichförmiger Filme«, sagte Affleck. Man könne nichts Interessantes schaffen, ohne ein großes Risiko einzugehen. Und das bedeute eben, dass man »manchmal schlecht dasteht.«
Tom Cruise spielt in der schwarzen Komödie »Digger« den Ölbaron Digger Rockwell mit einigem Mut zur Hässlichkeit. Sandra Hüller ist in dem Film als impulsive Halbschwester von Cruises Figur zu sehen. Regisseur Alejandro González Iñárritu war für »Birdman« und »The Revenant – Der Rückkehrer« als bester Regisseur bei den Oscars ausgezeichnet worden.
Die Produktionskosten des Films »Digger« sollen bei 160 bis 180 Millionen Dollar liegen, dazu kommen noch Dutzende Millionen Dollar an Marketingkosten. Aktuell steht der Film bei einem Einspielergebnis von weniger als 50 Millionen Dollar.
SPIEGEL-Kulturredakteurin Hannah Pilarczyk hat »Digger« gesehen. Und sich in ihrer Rezension gefragt, ob es sich bei dem Film um die 128 schrecklichsten Filmminuten des Jahres handelt. Hier lesen Sie mehr .