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Batman – Gotham City Crimes im Test: Das kooperative Brettspiel ist ein Hit für DC-Fans
Atmosphärisch dichtes Brettspiel von Michael Menzel, das packendes Storytelling liefert, aber durchaus ein oder zwei Stunden mehr Spielzeit verdient hätte.
Sei immer du selbst. Außer du kannst Batman sein: Dann sei Batman! Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Ich habe mir direkt mein Fledermaus-Kostüm übergestreift und mich mutig ins Nachtleben von Gotham City gestürzt. Anlass dazu war die Kosmos-Neuheit Gotham City Crimes, die pünktlich zur SPIEL 26 in Essen aufschlagen wird. Das Brettspiel soll alles enthalten, was Batman-Entertainment ausmacht. Actiongeladene Prügeleien, waghalsige Kletterpartien über den Dächern der Stadt sowie selbstverständlich wilde Fahrten mit dem Batmobil. So lautet zumindest das Versprechen von Autor Michael Menzel, der sich selbst als großen Fan des DC-Superhelden bezeichnet. Mal sehen, ob es mit der Umsetzung geklappt hat.
Michael Menzel ist vielen von euch vielleicht vor allem als Illustrator bekannt. Doch auch als Autor konnte der Kreativkopf mit Die Abenteuer des Robin Hood und natürlich der Andor-Saga schon auf sich aufmerksam machen. Dabei fällt auf: Menzel möchte es den Spielenden so leicht wie möglich machen, sich ins Gefecht zu stürzen. Dieses Prinzip wurde auch bei Batman – Gotham City Crimes fortgeführt. Die Einführung läuft extrem geschmeidig ab. Zunächst reicht es aus, sich das kleine Start-Faltblatt zu Gemüte zu führen und dann kann es auch direkt zur Sache gehen. Alles Weitere wird euch dann in gut bekömmlichen Häppchen beigebracht.
Deshalb haben alle Charaktere, egal ob Batman, Batwoman, Batgirl oder Nightwing, eingangs die gleichen Eigenschaften. Im Verlauf der Kampagne wird sich das Profil der Superhelden jedoch noch weiter ausdifferenzieren. Nach einer kurzen Einführung in die Story gilt es aber erst, die Bewegung der Figuren zu erlernen. Dazu werft ihr einen Blick auf den großen Stadtplan. Er ist mit Punkten übersät und stellt ein riesiges Raster dar, das euch durch die Straßen Gothams führt. Ihr bewegt euch mit eurem Charakter von Dot zu Dot und investiert bei jedem Schritt einen Bewegungspunkt. Einige Stellen sind mit einem Dreieck versehen. Sie stellen höher gelegene Orte dar, etwa das Dach eines Hochhauses, LKWs oder Statuen. Wollt ihr mit eurer Figur nach oben kraxeln, müsst ihr direkt zwei Punkte für den Schritt ausgeben. Seid ihr aber erst einmal in luftiger Höhe, kostet euch das keinen zusätzlichen Aufwand mehr.
Da der Aktionsradius selbst eines Superhelden limitiert ist, gehört das ständige Absuchen nach den schnellsten Laufwegen zu eurem Alltag. Erreichen wollt ihr einen Ort in der Regel, um entweder einen Schurken zu vermöbeln oder aber um die Umgebung eingehend nach Spuren zu untersuchen. Die untersuchbaren Orte sind mit weißen Ziffern versehen. An dieser Stelle kommt der Bat-Filter zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine einfache Rotlichtfolie, die ihr benötigt, um Einträge im Begleitheft sichtbar zu machen.
Das Begleitheft serviert euch Story-Häppchen oder Details zum Stadtbild. Manchmal ergeben sich daraus weitere Hinweise, die ihr zur Lösung der Mission benötigt, manchmal aber auch nicht. Hier gibt es vielleicht bereits eine kleine Schwäche des Spiels. Nicht selten macht ihr den Ortstext sichtbar und lest dann nicht viel mehr als eine einfache Beschreibung der Örtlichkeit. Da fragt man sich doch glatt, was unser Superheld so lange an diesem Ort angestellt hat. Sackgassen solltet ihr bei euren Nachforschungen auf jeden Fall einkalkulieren. Lest ihr die Hinweise aber ganz genau, kommt ihr den Machenschaften der Oberschurken bestimmt schon bald auf die Spur. Eine gute Portion Deduktion ist also ebenfalls Teil des Abenteuers.
Gotham City Crimes wäre aber kein echtes Batman-Spiel ohne ausufernde Prügeleien. Eure detektivischen Aufgaben werden durch ständig neu auftauchende Gegner erheblich gestört. Viele Feinde sorgen zudem schnell dafür, dass die Zuversicht in der Stadt sinkt. Den Status der Zuversicht solltet ihr unbedingt im Auge behalten. Sinkt diese in