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Montag: Hürden für neue KI-Rechenzentren, Forderung nach mehr Verfassungsschutz
Bremsen des KI-Booms + Länder für Ausweitung des Verfassungsschutzes + Grüffelo-Schöpfer gegen KI-Kopien + Initiative für E20-Sprit + iPhone Duo kaum verfügbar
KI ist in den USA der größte Boom aller Zeiten, doch der Bau von Rechenzentren stockt. Das liegt nicht nur an Blockaden von Gemeinden, die recht weitreichende Regeln aufstellen können. Auch das Geld fließt nicht mehr so schnell. In Deutschland will der Bundesrat den Verfassungsschutzbehörden direkten Zugriff auf das Fahrerlaubnisregister ermöglichen, um Gefährdungsanalysen zu verbessern. Denn viele Fahrzeuge werden heutzutage gemietet, sodass das Halterregister nicht mehr ausreicht. Derweil zieht auch der Schöpfer vom Grüffelo nach OpenAI-Klagen deutscher Verlage in Erwägung, gegen generative Künstliche Intelligenz vor Gericht zu ziehen. Denn KI-Modelle erzeugen auf Anfrage täuschend echte KI-Fakes des Kult-Monsters – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Für die wirtschaftliche Zukunft der USA wird so viel in Künstliche Intelligenz investiert wie bei keiner anderen neuen Infrastruktur zuvor. Doch die Goldgräberstimmung ist vorbei, denn aus einer Vielzahl von Gründen kommt vor allem der Bau und Ausbau von KI-Rechenzentren nicht so schnell voran, wie sich die Unternehmen das wünschen. Dabei steht außer Frage, dass KI ein enorm vorangetriebener Boom ist. Statistiken zeigen, dass noch nie ein so großer Anteil des Bruttoinlandsprodukts in eine neue Infrastruktur gesteckt wurde wie bei KI. Das Geld dafür fließt aber nicht mehr so schnell und die Möglichkeiten für neue Rechenzentren ergeben sich nicht mehr so selbstverständlich. In diesem Jahr wurden offenbar 47 große Bauvorhaben in den USA entweder verzögert, gestrichen oder blockiert: Bau von KI-Rechenzentren kommt in den USA ins Stocken.
Der Bundesrat drängt auf eine spürbare Erweiterung der Befugnisse der Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern. Konkret drängt die Länderkammer darauf, den Inlandsgeheimdiensten den direkten Zugriff auf das zentrale Fahrerlaubnisregister zu ermöglichen. Die Verfassungsschutzbehörden sammeln und werten Informationen über verfassungsfeindliche oder sicherheitsgefährdende Bestrebungen aus. Schon jetzt können sie in diesem Rahmen auf diverse behördliche Register zugreifen. Doch bei den Fahrerlaubnissen stoßen sie bislang an rechtliche Grenzen, denn das ist im Wesentlichen den Strafverfolgungsbehörden vorbehalten. Wenn potenzielle Gefährder aber Miet- und Carsharing-Angebote nutzen, wird die Beobachtung erschwert. Deshalb fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, zeitnah einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen: Bundesrat will Verfassungsschutz Zugriff auf Fahrerlaubnisregister geben.
Axel Scheffler, der bekannte Illustrator der Kult-Kinderbuchfigur Grüffelo, zieht in Erwägung, in den juristischen Kampf gegen die großen Technologiekonzerne im Silicon Valley zu ziehen. Angesichts der rasanten Entwicklung generativer KI-Systeme und täuschend echter KI-Fakes zeigt sich der Zeichner alarmiert. Bitten Nutzer einen Chatbot wie ChatGPT um ein Bild des monsterhaften Waldbewohners, liefert die Software binnen einer Minute Ergebnisse, die unverkennbare Ähnlichkeiten mit dem Original aufweisen. Daher erwägt der Grafiker ernsthaft eine Klage. Dafür würde er sich am liebsten mit anderen Kunstschaffenden zusammenschließen, um gemeinsam vor Gericht zu ziehen. Entsprechende Gespräche über eine institutionelle Unterstützung soll er bereits mit seinen Verlagen führen. Ferner suche er noch juristische Beratung bezüglich der KI-Kopien des Grüffelo: Illustrator Axel Scheffler will gegen Betreiber klagen.
Rund 15 Jahre nach der bundesweiten Einführung von E10-Sprit könnte bald der nächste Schritt zu E20 kommen – zumindest, wenn es nach Verkehrsminister Steffen Bilger geht. „Zurzeit setze ich mich mit meinem französischen Amtskollegen dafür ein, dass wir die Beimischung von Biokraftstoffen erhöhen“, sagte der Christdemokrat auf die Frage, wie er dem Klimaschutz stattdessen Rechnung trage