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Bully und Red Dead Redemption wären beinahe nie erschienen
Rockstar-Mitgründer Dan Houser verrät, dass Red Dead Redemption und Bully während der Entwicklung mehrfach vor dem Aus standen. Vor allem neue Spielmarken haben es schwer, sich durchzusetzen. Nur entscheidende Fortschritte retteten die Projekte.
Rockstar Games hatte einst beinahe auf zwei seiner bekanntesten Spiele verzichten müssen. Laut Studio-Mitgründer Dan Houser standen sowohl Red Dead Redemption als auch Bully während ihrer Entwicklung mehrfach auf der Kippe. Besonders neue Marken hätten es in der Spielebranche schwer, tatsächlich fertiggestellt zu werden.
Dan Houser erklärte in einem Gespräch mit IGN, dass der Weg zu den Veröffentlichungen von Red Dead Redemption und Bully alles andere als selbstverständlich war. Der ehemalige Rockstar-Autor und Studio-Mitgründer blickte dabei auf die Schwierigkeiten zurück, mit denen insbesondere originelle Spielideen während der Entwicklung konfrontiert sind.
"Ich glaube, es gab viele Momente, in denen Red Dead beinahe nicht zustande gekommen wäre. Ich glaube, es gab viele Momente, in denen Bully beinahe nicht zustande gekommen wäre, und viele andere Momente, in denen Spiele, die nicht zustande gekommen sind, doch hätten entstehen können", erklärt Houser. Demnach habe es bei beiden Spielen zahlreiche Situationen gegeben, in denen die Projekte hätten scheitern können.
Laut Houser ist es bei der Entwicklung großer Spieleproduktionen häufig schwieriger, eine völlig neue Marke zu etablieren, als eine bereits bekannte Reihe fortzusetzen. Gerade bei neuen Konzepten sei lange unklar, ob die ursprüngliche Idee am Ende tatsächlich funktioniere.
Manchmal könnten einzelne glückliche Umstände, ein überzeugender Entwicklungsstand oder ein entscheidender Fortschritt darüber bestimmen, ob ein angeschlagenes Projekt gerettet werde. Houser beschreibt solche Wendepunkte folgendermaßen: "Es gibt viele Zufälle, einen gelungenen Build oder den Moment, in dem das Spiel plötzlich rund läuft – all das rettet Projekte, die ins Stocken geraten sind."
Deshalb sei es beinahe beeindruckender, wenn eine neue Marke überhaupt veröffentlicht werde, als enttäuschend, wenn ein Projekt eingestellt werden müsse. Gerade bei aufwendigen AAA-Spielen seien die Herausforderungen erheblich.
Besonders die Entwicklung des 2010 veröffentlichten Red Dead Redemption sei von schwierigen Phasen geprägt gewesen. Dass das Western-Abenteuer letztlich fertiggestellt wurde, führt Houser vor allem auf das engagierte Entwicklerteam zurück. Die entscheidenden Mitarbeiter hätten sich rein auf ihre Vision konzentriert und gemeinsam Lösungen für die zahlreichen Probleme gefunden.
Die Entwicklung sei auch deshalb interessant gewesen, weil das Team erst herausfinden musste, was ein Open-World-Spiel im Wilden Westen überhaupt ausmachen sollte. Houser beschreibt diesen Prozess als schrittweises Entdecken und Beheben von Problemen. Rückblickend erscheine vieles an der Spielidee selbstverständlich. Während der tatsächlichen Entwicklung habe das Team jedoch zunächst zahlreiche Lücken schließen müssen.
Während Red Dead Redemption mit einem zweiten Teil fortgesetzt wurde, erhielt Bully bis heute trotz großer Beliebtheit seitens der Community keine offizielle Fortsetzung. Red Dead Redemption 2 entwickelte sich hingegen zu einem der kommerziell erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten. Gerade deshalb werden aktuell die Stimmen für einen neuen Bully-Ableger lauter.