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KI-Update kompakt: Urheberrecht, Apple Intelligence, KI-Geschmack, RTX Spark
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Bildgeneratoren wie ChatGPT erzeugen in Sekunden Bilder des „Grüffelo“, die dem Original bis ins Detail gleichen. Nur der Hintergrund weicht leicht ab. Axel Scheffler, der die Figur zeichnete, ist bestürzt und erwägt, gegen die großen Technikkonzerne vor Gericht zu ziehen. Er wäre nicht der Erste. Penguin Random House klagt mit dem Autor Ingo Siegner gegen OpenAI, weil ChatGPT ohne Erlaubnis Bilder des „kleinen Drachen Kokosnuss“ erzeugt. Der Carlsen Verlag zog wegen des „Neinhorns“ nach. Dort lieferte die Software auf Anfrage komplette Druckvorlagen für Bildergeschichten, samt gefälschter Verlagslogos und erfundener Buchnummern.
OpenAI weist die Vorwürfe zurück. Ein KI-Modell funktioniere nicht wie eine Datenbank und speichere keine Kopien geschützter Werke. Es lerne beim Training Muster und setze daraus neue Inhalte zusammen. Verlage und Künstler fordern seit langem klare Regeln, die das ungefragte Verwerten ihrer Werke als Trainingsdaten begrenzen. Schließt sich Scheffler den Klagen an, wächst der Druck auf die Anbieter.
Das Landgericht Aachen verbietet Google per einstweiliger Verfügung, im KI-Modus Falsches über einen Arzt zu verbreiten. Googles KI hatte dem früheren Chefarzt eine sexuelle Nötigung und ein Strafverfahren angehängt, die einen anderen Professor betrafen. Google weigerte sich, die Angaben zu löschen. Nun droht pro Verstoß ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.
Das Gericht stützt sich auf ein Münchner Urteil vom Mai. Danach haftet Google für KI-Antworten wie für eigene Aussagen. Google kündigte dagegen Berufung an, verglich sich Recherchen von The Decoder zufolge dann aber. Eine höhere Instanz hat die Frage daher noch nicht geklärt. Gegen den Aachener Beschluss kann Google noch Widerspruch einlegen.
Die Bundesregierung plant eine enge Zusammenarbeit mit Nvidia. Im Kern geht es um KI in der Fabrik, die sogenannte physische KI. Sie verbindet KI-Modelle mit echten Maschinen, etwa automatisierten Anlagen, Fahrzeugen oder humanoiden Robotern, die mit Hilfe von Sensoren selbstständig arbeiten. Zudem sollen leistungsfähige Modelle für moderne Fabriken entstehen.
Der Bund will einen dreistelligen Millionenbetrag beisteuern. Nvidia liefert die Chips, ohne die sich solche Systeme weder trainieren noch betreiben lassen. Die Regierung hofft, so mehr Investitionen nach Deutschland zu holen.
Apple Intelligence soll laut Bloomberg im Dezember mit iOS 27.3 in China starten, zwei Jahre nach dem Start in anderen Regionen. Chinesische Nutzer bekommen allerdings nur die Funktionen der ersten Stunde, also Schreibwerkzeuge, einen einfachen Bildgenerator, KI-Emojis und schlichte Werkzeuge in der Fotos-App. Neuere Funktionen, etwa um Bilder zu erweitern oder die Perspektive zu ändern, hat China noch nicht genehmigt. Auch der Chatbot Siri AI fehlt. Ihn hat Apple aus regulatorischen Gründen ebenfalls noch nicht in die EU gebracht.