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Mit wem will die SPD wohin?
Bislang kursieren nur Namen. Handfeste Bewerbungen für den SPD-Chefposten gibt es noch nicht, dafür einige Absagen. Einer sagt nicht Nein, andere sagen gar nichts. Doch die SPD muss mehr klären als nur Personalfragen.
Es wird in diesen Tagen viel darüber spekuliert, wer die SPD künftig führen könnte. Boris Pistorius, Anke Rehlinger, Manuela Schwesig, Hubertus Heil - Namen werden so einige in den Ring geworfen, Hüte bislang nur wenige.
Verteidigungsminister Pistorius und die saarländische Ministerpräsidentin Rehlinger haben bereits abgewunken. Der jetzige Parteichef Lars Klingbeil gibt sich betont zurückhaltend. Er glaube, dass er der Partei in der schwierigen Phase helfen könne, sagte er kürzlich in der ARD. Der Niedersachse betont aber auch, dass er nicht an seinem Amt klebe.
Klingbeil will erst einmal mit dem Vorstand beraten. Dabei dürfte es auch darum gehen, auszuloten, wie groß der Rückhalt für eine erneute Kandidatur um den Vorsitz wäre. Auf dem Parteitag 2025 hatten nur knapp 65 Prozent der Delegierten für ihn gestimmt. Für die Co-Vorsitzende Bärbel Bas hingegen 95 Prozent.
Wer wird künftig die SPD führen?
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Einer, der auf jenem Parteitag mit seiner Rede viel Beifall erhielt, obwohl er seiner Partei ins Stammbuch schrieb, zu langweilig zu sein und zu sehr im eigenen Saft zu schmoren, ist Hubertus Heil. Der frühere Arbeitsminister und Ex-Generalsekretär der SPD gilt als Dauer-Rivale Klingbeils.
Heil schließt eine Kandidatur nicht aus. Entscheidend sei, sagte er am Sonntag im Bericht aus Berlin, "welche Richtung wir gemeinsam einschlagen und wer das Team ist". Ein Mensch allein werde es nicht schaffen. Denn die Aufgaben seien groß.
Eine, der durchaus zugetraut wird, es zwar mit Team, aber allein ohne Partner an die Spitze der Partei zu schaffen, ist Manuela Schwesig. Ob sie überhaupt für den Vorsitz kandidieren würde, ist allerdings offen. Vor den Landtagswahlen hatte sie erklärt, die nächsten fünf Jahre Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern bleiben zu wollen.
Offen auch, was sie an der Parteispitze gewinnen könnte, wenn die SPD gleichzeitig in der Regierungskoalition mit der Union Kompromisse machen muss.
Dass es viel Zuspruch für Schwesig gibt, liegt für Juso-Chef Philipp Türmer auf der Hand. Sie habe in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt, "dass man mit sozialdemokratischen Inhalten, mit einer klaren Positionierung zu sozialen Themen doch erstaunlich gute Wahlergebnisse einfahren kann".