// HEISE ONLINE — MOBILE & WEB
Neue Oppo-Smartphones mit Hasselblad-Kamera und Dimensity 9600 Pro
Oppos Smartphones der Find-X10-Serie protzen mit mehr Megapixeln als alle anderen. Angetrieben werden sie vom neuen MediaTek Dimensity 9600 Pro.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Oppo bringt seine neue Smartphone-Serie nicht nur in China auf den Markt, sondern verkauft das Find X10 Pro Max und das Find X10 gleich zum Start auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern. Das gemeinsam mit Hasselblad entwickelte Kamerasystem stellt einen Megapixelrekord auf.
Das Find X10 Pro Max hat drei Kameras auf dem Rücken, allesamt mit Sensoren der ISOCELL-Reihe von Samsung ausgestattet: Eine Hauptkamera mit 200 Megapixeln, ein Ultraweitwinkel, ebenfalls mit 200 Megapixeln, und ein Dreifach-Tele – und auch das hat einen 200-Megapixel-Sensor. So viel Auflösung brachte bisher kein Smartphone in seinen Kameras unter. In der Standardeinstellung mit Pixel-Binning machen sie alle Bilder mit 26 Megapixeln, die volle Auflösung muss man wie üblich selbst einschalten. Wem der Zoom des Teles nicht reicht, der kann noch einen Telekonverter samt Hülle dazukaufen und die Brennweite noch einmal deutlich erhöhen. Die Selfie-Kamera macht Fotos mit einer Auflösung von 50 Megapixeln.
Die Haupt- und Telekamera des etwas günstigeren Oppo Find X10 lösen ebenfalls mit 200 Megapixeln auf, das Ultraweitwinkel belässt der Hersteller jedoch bei 50 Megapixeln. Beide Modelle haben zusätzlich einen multispektralen True-Color-Sensor, der die Farbdarstellung verbessern soll.
Als Prozessor verwendet Oppo den im September vorgestellten Dimensity 9600 Pro von MediaTek. Der neue MediaTek-Chip hat acht Rechenkerne, erreicht eine maximale Taktfrequenz von 4,55 GHz und unterstützt LPDDR6-RAM und UFS-5.0-Speicher. In ersten Benchmarks ist er zwischen 10 und 15 Prozent schneller als der Dimensity 9500. In unserem noch nicht komplett abgeschlossenen Test zeigte das Oppo Find X10 Pro Max vor allem bei grafisch anspruchsvollen Tests bei anhaltender Belastung deutliches Drosseln aufgrund der Abwärme. Nach 20 Durchläufen verschiedener Benchmarks von 3DMark sanken die Messwerte zum Ende auf rund die Hälfte des Höchstwerts ab, das ist eine starke Drosselung. Hitzeprobleme unter Last kennen wir bereits von Oppo: Auch das Oppo Find X9 Ultra drosselte im Test bei Dauerlast deutlich – dort allerdings mit einem Snapdragon 8 Elite Gen 5.
Für genügend Ausdauer soll ein Akku mit Silizium-Kohlenstoff-Anode sorgen. Er fasst in Europa 7150 mAh, im chinesischen Modell sind es gar 8000 mAh. Die bisher gemessenen Laufzeiten sind stark, das Find X10 Pro Max ist ein echter Langläufer. Geladen wird per Kabel mit maximal 80 Watt, induktiv mit bis zu 50 Watt – allerdings nur am proprietären Oppo-Ladegerät.
Oppo baut in das Find X10 Pro Max ein 6,78 Zoll großes OLED-Panel ein, beim Find X10 sind es 6,6 Zoll. Beide unterstützen Wiederholraten von bis zu 144 Hertz; das Panel des Pro Max deckt zudem 95 Prozent des erweiterten BT.2020-Farbraums ab. Als Betriebssystem läuft Oppos ColorOS 17, das auf Android 17 aufsetzt. Optisch ist das System modern und klar strukturiert, an Bloatware mangelt es aber nicht: Elf Apps von Fremdanbietern, meist Shopping- und Streaming-Anwendungen, sind vorinstalliert. Updates will der Hersteller sieben Jahre lang liefern.
Das Oppo Find X10 kostet in der Ausführung mit 12 GByte RAM und 256 GByte Speicher 1299 Euro, das Find X10 Pro Max mit 12/512 GByte 1799 Euro. Beim Vorbestellen bis zum 27. Oktober 2026 gewährt Oppo 150 Euro Rabatt auf das Find X10 und 200 Euro auf das Find X10 Pro Max.
Wer ein Smartphone in Zahlung gibt, kann einen weiteren Preisnachlass erhalten. Zusätzlich zum jeweiligen Eintauschwert gewährt Oppo 250 Euro für Geräte von Oppo oder OnePlus beziehungsweise 150 Euro für Geräte anderer Marken. Vorbesteller können außerdem zwischen einem Telekonverter, einer Oppo Watch X3 und einem Oppo Pad 5 als Zugabe wählen. Oppo beziffert deren Wert auf etwa