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EU: Starlink muss Dienst in der Ukraine wiederherstellen
Die EU hält Berichte über eingeschränkte Starlink-Dienste in der Ukraine für „äußerst besorgniserregend“ und macht eine Ansage an Elon Musk.
Haben sich schon mal besser verstanden: Elon Musk und US-Präsident Donald Trump (hier im Mai 2025 im Oval Office) schieben sich gegenseitig die Verantwortung für die Starlink-Drosselung in der Ukraine zu.
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Die EU hat Medienberichte über die Drosselung des Satellitendienstes Starlink in der Ukraine als „äußerst besorgniserregend“ bezeichnet und fordert Gründer Elon Musk zu einem sofortigen Kurswechsel auf. Zuvor hatte unter anderem das Wall Street Journal berichtet, Musk selbst sei für die Drosselung verantwortlich.
Das ukrainische Militär nutzt Starlink und das militärische Produkt Starshield parallel. In der vergangenen Wochen war es nach Angaben der Ukraine zu deutlichen Einschränkungen in der Servicequalität der Dienste gekommen. Davon waren offenbar vor allem Fluggeräte betroffen, die sich schneller als 160 km/h bewegen. Das habe negative Auswirkungen auf die Gefechtsführung mit Drohnen und erschwere die Abwehr von russischen Angriffen.
Musk hatte dazu zunächst erklärt, das militärische Starshield werde vom US-Militär und letztlich vom Weißen Haus kontrolliert. Starlink werde als kommerzieller Dienst von seinem Unternehmen SpaceX kontrolliert, dürfe aber nur zur Verteidigung und nicht für militärische Angriffe genutzt werden.
Präsident Donald Trump und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth haben Berichte, die US-Regierung sei für die Drosselung verantwortlich, wiederholt zurückgewiesen. Nun berichten US-Medien unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, Musk selbst habe die Drosselung angeordnet. Zuvor habe er sich mit dem Weißen Haus über das Vorgehen abgestimmt und dabei auch mit Trump selbst gesprochen.
Die US-Regierung weist die Verantwortung weiterhin von sich. US-Außenminister Marco Rubio hat am Mittwoch erneut betont, die US-Regierung habe keine Anweisungen für eine Drosselung erteilt. SpaceX oder Musk selbst haben auf Medienanfragen dazu nicht reagiert.
Inzwischen sollen die Starlink-Dienste in der Ukraine immer noch nicht vollständig wiederhergestellt sein. „SpaceX muss die vollständigen Dienste für die Ukraine dringend wiederherstellen, denn die Ukraine benötigt diese kritischen Verbindungen“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel.
Der Krieg in der Ukraine zeige, wie stark Europas Sicherheit vom Weltraum abhänge, betonte die Kommission. Deshalb arbeite die EU unter anderem aktiv an der Entwicklung und dem Aufbau eines neuen Satellitennetzwerks mit dem Namen IRIS2. Die Konstellation werde aus mehr als 300 Satelliten bestehen und solle sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke bestmögliche sichere Satellitenverbindungen bereitstellen. „Wir werden die Ukraine selbstverständlich vollständig daran beteiligen“, betonte der Sprecher.