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KI-Update kompakt: KI-Deepfake-Gesetz, Arbeitsberichte, Erinnerungen, Wohltäter
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes gegen digitale Gewalt beschlossen. Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) spricht von „passgenauen Regeln“. Im Kern geht es um sexualisierte Deepfakes, also mit KI gefälschte Bilder und Videos. Ein reformierter Paragraf 184k des Strafgesetzbuchs soll schon das unbefugte Herstellen solcher Fälschungen bestrafen. Bisher war nur das Verbreiten strafbar. Das Gesetz erfasst KI-generierte und reale Bilder, die den Eindruck erwecken, eine Person nackt oder beim Sex abzubilden. Wer Menschen heimlich im Freibad oder beim Joggen in sexualisierter Pose fotografiert oder filmt, riskiert bis zu drei Jahre Haft. Das dürfte auch für Aufnahmen mit KI-Brillen gelten.
Betroffene sollen mehr Rechte bekommen. Sie können verlangen, dass Provider die Daten Verdächtiger einfrieren, damit sie in einem späteren Strafverfahren verfügbar sind. Meist muss ein Richter zustimmen. Auch das Sperren und Löschen von Accounts und Inhalten lässt sich beantragen, allerdings bei einem Landgericht. Das kostet mehrere hundert Euro plus Anwaltsgebühren. Ob das in der Praxis hilft, ist offen. Der Richterbund und viele Anwälte fürchten eine Flut von Verfahren, die die ohnehin überlastete Justiz zusätzlich beschäftigt.
Der chinesische KI-Entwickler hat mit M3.1 Flash ein neues Reasoning-Modell vorgestellt, das vor der Antwort schrittweise „nachdenkt“. Im Index von Benchmarkfirma Artificial Analysis legt es gegenüber dem Vorgänger um 13 Punkte zu. Pro Aufgabe kostet es weniger als halb so viel. Damit liegt es knapp vor Googles Gemini 3.8 Flash und hinter DeepSeek V4.1 Flash. Bei komplexem Denken und Faktentreue schlägt es DeepSeek jedoch. Weil es kürzere Antworten erzeugt, ist es pro Aufgabe auch etwas günstiger.
Die Schwäche liegt in der Halluzinationsrate von 93 Prozent. Das Modell versucht fast jede Frage zu beantworten, statt bei Unsicherheit abzulehnen. M3.1 Flash verarbeitet bis zu eine Million Tokens Kontext sowie Bilder und ist ab sofort per API verfügbar. Die Modellgewichte sollen bald folgen.
KI-Modelle mit öffentlich zugänglichen Gewichten gewinnen rasch an Boden. Über Vercels AI Gateway, eine Plattform, die Anfragen an verschiedene KI-Modelle vermittelt, laufen inzwischen mehr als siebzig Prozent des Datenverkehrs über solche Modelle. Beim Umsatz ist ihr Anteil deutlich kleiner, weil sie oft billiger sind.
Die Kunden sind wenig treu. Im September wechselte fast jedes zweite Team sein meistgenutztes Modell, fast jedes dritte seinen wichtigsten Anbieter. Vercel sieht darin ein Zeichen, dass KI-Modelle zu austauschbaren Bauteilen werden. Chinesische Modelle sind besonders beliebt. Ein geplantes Exportverbot aus Peking sorgt jedoch für Unsicherheit.
China will die Ausfuhr wichtiger Technik bremsen, darunter KI, Solartechnik und Biotechnologie. Manches soll nur noch mit Genehmigung ins Ausland gehen, anderes gar nicht mehr. Betroffen sind 23 KI-Anwendungen, etwa KI-Agenten und Verfahren für große Modelle. Der Zugriff über Apps und Webseiten soll erlaubt bleiben, ebenso bereits öffentlich zugängliche Technik.