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EA schließt Bioware: 400 Stellen und das neue Mass Effect gestrichen
400 Stellen fallen Sparplänen zum Opfer – auch das neue Mass Effect wird im Zuge der EA-Restrukturierung eingestellt.
Wow, das ist keine tolle Nachricht an diesem Abend. Electronic Arts schließt Bioware und 400 Stellen fallen im Zuge dieser Entscheidung weg. Das Studio besteht schon seit mehr als 30 Jahren und ist bekannt für große Rollenspiele wie Mass Effect oder Dragon Age. Franchises, von denen wir dann in Zukunft wohl eher nichts mehr erwarten dürfen. Das neue Mass Effect ist bereits offiziell eingestellt.
Wie Bloomberg berichtet, habe eine anonyme Quelle dem Medium von diesen bisher noch nicht öffentlichen Quellen erzählt. Kurz darauf hat auch Bioware selbst sich in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Ganze 400 Stellen werden dann wohl gestrichen. Leider. Wieder. Das ist ja traurigerweise keine neue Entwicklung in der Branche, sondern etwas, das vielleicht nicht ganz in der Größenordnung, aber doch regelmäßig passiert. Entlassungswelle ist sicher nicht ganz unten auf der Liste meiner am meisten getippten Worte dieses Jahr.
Bioware schreibt auf X: "Nach über drei Jahrzehnten gemeinsamer Abenteuer schließen wir BioWare nun. Damit endet auch die frühe Entwicklung am nächsten Mass-Effect-Projekt. Es fällt unglaublich schwer, diese Worte zu schreiben. Unsere volle Aufmerksamkeit gilt jetzt unserem fantastischen Team, das sein ganzes Herzblut in diese Spiele gesteckt hat. Wir unterstützen einander in dieser Phase des Umbruchs nach Kräften."
Ihr erinnert euch vielleicht, dass Electronic Arts im Sommer - mit der Erlaubnis der EU - im Rahmen eines 55-Millionen-Dollar-Deals übernommen wurde. Die Übernahme wurde durch den saudi-arabischen PIF, Silver Lake und Affinity Partners durchgeführt. Am 4. August war die Übernahme dann offiziell im Kasten.
BioWare wurde 1995 gegründet und prägte mit Titeln wie Baldur's Gate, Star Wars: Knights of the Old Republic, Mass Effect und Dragon Age das Genre der westlichen Rollenspiele nachhaltig. 2007 wurde das Studio von EA übernommen.
EA hat danach bereits große Sparpläne angekündigt, die sich mit Kürzungen natürlich gut umsetzen lassen. Ganze 700 Millionen Dollar sollen jährlich eingespart werden. Im Vorfeld der Übernahme entließ der Publisher bereits einige Mitarbeiter in den Bereichen Personalbeschaffung, Kundensupport, Trust & Safety sowie IT.
So wie es aussieht, soll EA in den vergangenen Monaten geprüft haben, wo sich diese Einsparungen umsetzen lassen. Mit Massenentlassungen war ja fast zu rechnen. Es ist trotzdem jedes Mal traurig, weil ja doch so viele Schicksale an diesen Entscheidungen hängen. Und großartige Franchises.
Weiter bestehen bleiben immerhin Sportspiele sowie das Battle-Royale Apex Legends und natürlich Battlefield. Auch einige Action-Adventures bleiben uns erhalten.