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iPhone Duo: Anfangs noch Probleme mit älteren Apps
Die ersten Tests von Apples neuem Foldable zeigen: Insbesondere ältere Apps brauchen Updates. Apples Anpassungen im Betriebssystem reichen nicht immer.
So wäre es ideal: Zwei an das iPhone Duo angepasste Apps, hier von Apple.
Frischbesitzer des neuen iPhone Duo, die das Gerät ab dem Freitag erhalten sollen (falls die Vorbestellung geklappt hat), werden anfangs mit einigen App-Merkwürdigkeiten konfrontiert sein. Das zeigen erste Gerätetests bekannter Journalisten und YouTuber wie Joanna Stern oder Marques Brownlee. Der Grund: Ältere Apps laufen auf dem Foldable aufgrund des veränderten Formfaktors optisch eingeschränkt, teilweise sogar mit Bildfehlern. Entwickler müssen ihre Anwendungen anpassen, damit das nicht passiert – und dabei gleichzeitig dafür sorgen, dass die Fähigkeiten des Duo mit dem bislang größten iPhone-Bildschirm aller Zeiten (7,6 Zoll im aufgeklappten Zustand) auch genutzt werden können.
Denn: Die meisten nicht aktualisierten Apps kommen nun mit einem schwarzen Streifen rechts (Außendisplay und Innendisplay) oder links (aufgeklappt, App nach links geschoben), weil sich das Seitenverhältnis des Außendisplays, das wiederum verdoppelt zum Innendisplay wird, beim iPhone Duo verändert hat. Der schwarze Balken zeigt auch wichtige Grundfunktionen wie Akkustand und Batterie, zudem landet darin die Dynamic Island. Bei nicht aktualisierten Apps gibt es zudem Unterschiede: Die, die noch für iOS 26 und früher entwickelt wurden, werden im aufgeklappten Zustand als einzelnes Fenster (im alten iPad-Stil) dargestellt, das sich zwar vergrößern lässt, die volle Bildschirmfläche aber nicht nutzt.
Google Docs sah ohne Update etwa dann so aus, wie man es von einem (kleinen) Standard-iPhone gewohnt ist; die gewonnene Fläche ist gleich null. Es scheint jedoch möglich zu sein, solche Apps zumindest doppelt auf dem Innendisplay verwenden zu können. Neuere Anwendungen, die für iOS 27 kompatibel gemacht wurden, beherrschen zumindest eine Großdarstellung auf dem Innendiplay, da diese von Apple zur Pflicht gemacht worden war. Aber auch hier ist der unschöne schwarze Balken (dann rechts) zu sehen. Auch Spiele liefern den Balken oft mit, die Vollbilddarstellung kann unschön sein. In der Praxis kommt es auch vor, dass die Anpassungsknöpfe zur Vergrößerung teilweise nicht funktionieren oder Darstellungen verkleinert sind.
Verwunderlich bleibt, warum es Apple nicht gelungen ist, automatisierte Anpassungen vorzunehmen, etwa Standardmenüs aus dem unteren Bildschirmbereich (teils als Tab-Leiste bekannt) auf die Seite zu verschieben, die bei alten Apps nun größtenteils schwarz bleibt. Das hatten viele Beobachter eigentlich erwartet – doch offensichtlich lässt sich das so nicht einfach umsetzen. Nutzer müssen daher warten, bis es Updates gibt, die das iPhone Duo tatsächlich voll nutzen. Bei älteren Apps, die (fast) nicht mehr gepflegt werden, kommen diese wohl nie.
All das erinnert an den Start des iPad, als es anfangs kaum angepasste Apps gab. Glücklicherweise sind Entwickler im Apple-Ökosystem zumeist schnell. Zudem zwingt Apple die Developer dazu, beim Neueinreichen (und Aktualisieren) von Apps nun stets Duo-Varianten mitzudenken. Apple gab gegenüber MKBHD zudem an, dass es im Rahmen von iOS 27.1 Verbesserungen bei der Darstellung geben könnte – also sobald Developer für diese Zielversion entwickeln können. iOS 27.2 dürfte zudem schnell nachgereicht werden, womöglich bereits Ende des Monats.
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