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Capcom warnt vor Phishing: Datenleck bei der Capcom ID betrifft über 11 Millionen Konten
Unbefugte griffen E-Mails und IP-Adressen ab. Kreditkartendaten seien nicht entwendet worden, während die japanische Datenschutzkommission ermittelt.
Capcom hat ein massives Datenleck bei seinem Online-Mitgliederservice eingeräumt, wovon mehr als 11 Millionen Kundenkonten betroffen sind.
Im Zuge dessen mahnt das Unternehmen zur Vorsicht, denn es könnten Phishing-Versuche folgen.
Bereits im November 2020 wurde Capcom Ziel einer schweren Ransomware-Attacke durch die Gruppe Ragnar Locker. Die Täter erbeuteten damals vertrauliche Firmendaten und leakteten künftige Spielprojekte.
Unbefugte verschafften sich demnach am 19. Oktober 2026 Zugriff auf Kundendaten der Capcom ID. Weltweit betrifft das rund 11,7 Millionen E-Mail-Datensätze. Neben diesen Adressen gerieten dabei auch Datum und Uhrzeit der Kontoerstellung, der letzte Login samt Zeitstempel, die Gesamtzahl der Anmeldungen sowie die jüngst verwendete IP-Adresse in fremde Hände.
Bei 43 Datensätzen erbeuteten die Angreifer zudem Geburtsdatum, Geschlecht, Land beziehungsweise Region sowie den Nicknamen. In 196 Fällen änderten die Täter unbefugt das Login-Passwort der Capcom ID.
Die Zugangsdaten dieser kompromittierten Konten wurden umgehend zurückgesetzt, wobei Capcom "die genauen Auswirkungen dieses Vorfalls weiterhin eingehend untersuchen" wird.
Immerhin wurden keinerlei selbst erstellte Passwörter oder Kreditkartendaten entwendet. Mit Auswirkungen auf den Betrieb seiner Videospiele rechnet der Konzern ebenfalls nicht.
"Solltet ihr verdächtige E-Mails oder Nachrichten erhalten, seid bitte vorsichtig: Klickt auf keine darin enthaltenen Links und öffnet keinesfalls Dateianhänge", rät das Unternehmen. "Capcom nimmt diesen Vorfall außerordentlich ernst und setzt die detaillierte Untersuchung fort. Auf Grundlage der Ergebnisse werden wir Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung auszuschließen und unsere IT-Sicherheit weiter zu verstärken. Sollten weitere offenlegungspflichtige Fakten ans Licht kommen, informieren wir umgehend über unsere offizielle Website und andere Kanäle."
Zudem wurden die Polizeipräfektur Osaka sowie Japans Datenschutzkommission eingeschaltet. Wie genau die Angreifer ins System gelangten, behielt Capcom für sich. Abschließend bittet der Publisher "seine Kunden und alle weiteren Betroffenen nochmals aufrichtig um Entschuldigung".