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Vor Knesset-Wahl: Junge Israelis zwischen Trauma und Zukunftssorge
Der Terrorangriff der Hamas vor gut drei Jahren hat auch bei den jungen Wählern Israels tiefe Spuren hinterlassen. Sicherheit, Identität und die Sorge vor dem nächsten Krieg beeinflussen ihre Wahlentscheidung.
Israel hat eine im internationalen Vergleich relativ junge Bevölkerung, und deshalb sind junge Wählerinnen und Wähler bei der Parlamentswahl am 27. Oktober wichtig. Etwa 640.000 junge Israelis wählen dann zum ersten Mal - umgerechnet entscheiden ihre Stimmen über zwölf von 120 Mandaten im Parlament.
Tammy Hoffman vom Israel Democracy Institute hat gerade eine Studie über die Erstwähler veröffentlicht und sagt, viele Jahre lang habe es die Annahme gegeben, dass junge Leute wie ihre Eltern wählen.
Das sei nicht mehr der Fall, so Hoffman. Insgesamt, das belegen mehrere Studien, gab es in den vergangenen Jahren einen Rechtsruck unter jungen Israelis. Weil die Erstwählerinnen und Erstwähler fast zehn Prozent der Wählerschaft insgesamt stellten, werde es einen Effekt haben, ob sie zur Wahl gehen und welche Partei sie wählen.
Die politische Landschaft in Israel hat sich in den letzten Jahren verändert. Wie steht es um das linke Lager?
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Es scheint so, als seien sich die Jungen dessen auch bewusst. Mehr als 60 Prozent wollen der Studie von Hoffman zufolge zur Wahl gehen. Etwa 80 Prozent glauben, dass die Wahl wichtig ist. Das geht quer durch alle Bevölkerungsgruppen und Schichten.
Tala Mansour beispielsweise bezeichnet sich selbst als Palästinenserin, die in Israel lebt. Sie hat gerade die Schule beendet, und wie alle anderen aus Ihrer Generation haben sie die Krisen der vergangenen Jahre geprägt. "Es ist ja nicht so, dass der Krieg aus dem Nichts am 7. Oktober begonnen hat. Alles, was nach dem 7. Oktober passiert ist, hat unser Bewusstsein geschärft und noch mehr unsere Augen geöffnet für die Wirklichkeit, in der wir so lange schon leben."
Nach dem 7. Oktober 2023, dem Terrorüberfall der Hamas aus dem Gazastreifen, habe ihre Generation noch klarer gesehen, wie schlecht die Lage sei, wie die Dinge immer schlimmer geworden seien, sagt die junge Frau, die etwas nördlich von Tel Aviv lebt.
Das alles habe sie betroffen, aber es habe nicht grundsätzlich die Art verändert, wie sie auf Politik schaue. So sehen es viele nicht-jüdische Israelis.
Da die jetzige Regierung laut Umfragen keine Mehrheit hat, könnten die arabischen Parteien entscheidend sein.
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