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PC-Markt: Weltweite Auslieferungen brechen im dritten Quartal 2026 stark ein
von Carsten Knobloch
25. Okt. 2026 |
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Nach einer kurzen Phase vorgezogener Käufe im ersten Halbjahr zeigt die Kurve auf dem weltweiten PC-Markt wieder steil nach unten. Laut aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Omdia sind die weltweiten Auslieferungen von Desktop-PCs, Notebooks und Workstations im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,2 Prozent auf insgesamt 58,1 Millionen Geräte eingebrochen. Das ist der stärkste Rückgang seit Anfang 2023.
Besonders deutlich traf es klassische Desktop-Rechner mit einem Minus von 23,5 Prozent (11,7 Millionen Einheiten), während Notebooks um 20,6 Prozent auf 46,4 Millionen Einheiten nachgaben. Eine Überraschung? Für viele von euch sicherlich nicht.
Der Grund für die Zurückhaltung bei Kunden und Unternehmen liegt vor allem in den gestiegenen Preisen für Bauteile. Teurere Speicherchips und SSDs treiben die Herstellungskosten nach oben: Machten Speicherkomponenten früher rund 15 Prozent der Materialkosten eines PCs aus, liegt der Anteil laut Omdia mittlerweile bei fast 40 Prozent. Zusammen mit Engpässen bei Prozessoren und Grafikchips gaben die Hersteller die Mehrkosten an den Handel weiter, was die Durchschnittspreise in den vergangenen Monaten eben nach oben geschraubt hat. Wohl dem, der langfristig nichts neu kaufen muss.
Die Analysten rechnen vorerst nicht mit einer schnellen Erholung. Für das vierte Quartal 2026 prognostiziert Omdia ein weiteres Minus von 24 Prozent im Jahresvergleich, für das Gesamtjahr 2027 wird ein Rückgang von 7 Prozent erwartet.
An der Reihenfolge an der Spitze hat sich trotz der Verluste wenig geändert:
- Lenovo führt das Feld mit 14,9 Millionen ausgelieferten Geräten weiterhin an und hält einen Marktanteil von knapp 26 Prozent.
- HP belegt mit 10,3 Millionen Einheiten den zweiten Platz, musste mit einem Minus von 31 Prozent allerdings die größten Federn unter den Top-Herstellern lassen (Marktanteil: 18 Prozent).
- Dell landet mit 7,6 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von rund 13 Prozent auf Rang drei.
- Apple hält mit 6,8 Millionen Macs und MacBooks Platz vier. Das Minus fiel mit 11 Prozent im Vergleich zur Konkurrenz moderater aus, wodurch der Marktanteil leicht auf rund 11,7 Prozent stieg.
- Asus komplettiert die Top 5 mit 5,4 Millionen Geräten und einem Marktanteil von 9,3 Prozent.
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