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Foxconn und Mitsubishi Electric: Joint Venture für E-Auto-Plattformen geplant
von Carsten Knobloch
25. Okt. 2026 |
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Foxconn und Mitsubishi Electric tun sich zusammen, um gemeinsam im Markt für Elektromobilität mitzumischen. Über ein 50:50-Joint-Venture wollen die beiden Konzerne komplette Plattformen für Elektrofahrzeuge entwickeln und anbieten, auf denen andere Autobauer dann ihre eigenen Modelle aufbauen können.
Dass Bewegung in die Sache kommt, überrascht vermutlich wenig. Chinesische Hersteller wie BYD drücken bei Elektroautos ordentlich aufs Tempo, während sich viele traditionelle Hersteller aus Japan und Deutschland beim Abschied vom Verbrenner nach wie vor schwertun.
Die Struktur steht im Grunde schon: Foxconn kauft sich über eine Investment-Tochter für 115 Milliarden Yen bei Mitsubishi Electric Mobility ein, was rund 650 Millionen Euro entspricht. Bislang gehörte die Sparte komplett zu Mitsubishi Electric. Bis die Tinte trocken ist und alle Behörden abgenickt haben, zieht aber noch etwas Zeit ins Land. Geplant ist der Abschluss für Oktober 2027.
Für Foxconn, den meisten wohl als Fertiger von Apples iPhones und 1.000 anderen Dingen bekannt, ist das ein weiterer Schritt, um das eigene Geschäft breiter aufzustellen. Mittlerweile holt das Unternehmen über die Hälfte seines Umsatzes aus Cloud- und Netzwerk-Hardware, vor allem durch KI-Server. Klassische Unterhaltungselektronik macht nur noch rund 30 Prozent aus.
Finanziell peilt Mitsubishi Electric Mobility bis zum Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von einer Billion Yen an. Läuft die Sache wie erhofft, soll das Gemeinschaftsunternehmen später sogar als eigenständige Firma an die Börse gebracht werden. Mal schauen, ob die Rechnung aufgeht und ob europäische Hersteller auf solche Plattformen zurückgreifen werden.
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