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Factorio 2.1: Nach 14 Jahren endet das große Weltraumabenteuer
Mit Version 2.1 hat Wube Software das vermutlich letzte umfangreiche Update für Factorio herausgebracht. Neue Planeten oder Forschungsketten gibt es nicht, dafür viele Verbesserungen für Fabriken und Weltraumlogistik. Auch die Zukunft des seit 2012 entwickelten Aufbauspiels ist damit abgesteckt.
Nach mehreren Monaten in der Testphase hat Wube Software am 23. Oktober Factorio 2.1 als stabile Version veröffentlicht. Die Entwickler hatten das Update bereits Ende Juni für interessierte Spieler bereitgestellt und seitdem viele Fehler behoben und Anpassungen vorgenommen. Wer bisher bei Version 2.0 geblieben ist, erhält nun alle Neuerungen über den üblichen Update-Kanal.
Bereits im Mai hatte das Entwicklerstudio angekündigt, dass Version 2.1 voraussichtlich das letzte große Update für Factorio sein werde. Nach mehr als 14 Jahren sieht Wube Software die aktive Entwicklung des Spielprinzips als größtenteils abgeschlossen an. Zukünftig sollen Fehlerkorrekturen, die Unterstützung neuer Plattformen und Verbesserungen für Modder im Mittelpunkt stehen.
Neue Planeten, Gegner oder Forschungszweige sucht man in Version 2.1 daher vergebens. Stattdessen konzentriert sich das Update auf vorhandene Spielmechaniken, weitere Automatisierungsmöglichkeiten und zahlreiche Detailverbesserungen.
Bei der Weltraumlogistik des Add-ons Space Age setzt Wube Software unter anderem beim Transport von Gegenständen zwischen Planeten und Raumplattformen an. Raketen können nun verschiedene Gegenstände gleichzeitig transportieren, wodurch sich vor allem kleinere Lieferungen vereinfachen. Raumplattformen dürfen Rohstoffe direkt untereinander austauschen, ohne diese zunächst auf einem Planeten einlagern zu müssen. Über das Schaltungsnetz lassen sich außerdem Anforderungen einer Raumplattform steuern und Signale zwischen Planeten und Plattformen übertragen.
Auf den Planeten erleichtern zusätzliche Entladebuchten die Weiterverarbeitung angelieferter Materialien. Ladung von Landeplattformen lässt sich damit mithilfe von Greifarmen direkt auf Förderbänder, in Kisten oder auf Züge verteilen. Das Schaltungsnetz erhält getrennte Ein- und Ausgänge, während sich nun unter anderem Labore, Heizkessel und Rohrleitungen stärker in automatisierte Steuerungen integrieren lassen.
Auch der Transport von Flüssigkeiten wurde verbessert. Das Spiel verhindert wieder das unbeabsichtigte Verbinden von Rohrleitungen mit unterschiedlichen Flüssigkeiten. Hochwertige Lokomotiven fahren schneller, entsprechende Güterwagen besitzen eine größere Ladekapazität. Die Erweiterung Space Age lässt sich außerdem künftig ohne das Qualitätssystem spielen.
Grafisch hat Wube Software zahlreiche Gebäude überarbeitet, darunter Montageanlagen, Ölraffinerien und Raketensilos. Anpassungen gibt es auch beim Verhalten gegnerischer Wesen, insbesondere bei der Ausbreitung ihrer Basen. Technisch neu ist die native Unterstützung von Linux auf ARM64-Prozessoren, womit Factorio unter anderem auf Steam Frame und entsprechenden Einplatinencomputern lauffähig ist.
Spielstände aus Factorio 2.0 sind prinzipiel mit Version 2.1 kompatibel. Jedoch können Änderungen am Schaltungsnetz dazu führen, dass bisher funktionierende Fabrikkonstruktionen nicht mehr wie vorgesehen arbeiten. Wube Software empfiehlt daher, wichtige Spielstände und Baupläne vor dem Update zu speichern.
Ein Zurück zu Version 2.0 ist mit einmal aktualisierten Spielständen und Bauplänen nicht möglich. Auch bei Mods sollten Spieler vorab die Kompatibilität kontrollieren, obwohl viele Erweiterungen bereits während der mehrmonatigen Testphase angepasst wurden.