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Snapdragon-X2-Notebook führt macOS 27 aus, Xiaomi-Handy iOS 16.5
Aktuell kursieren Hacks, bei denen es Developern gelungen ist, Apple-Betriebssysteme für Android-Geräte und ARM-Notebooks anzupassen – alte wie neue.
Apple-Logo in Blau: Bastler holen Apple-Betriebssysteme auf nicht unterstützte Geräte.
Apple-Betriebssysteme auf Geräten, für die sie eigentlich gedacht sind: So etwas kennt man seit vielen Jahren. Begonnen hat dies bereits in den Neunzigerjahren, als offizielle Macintosh-Clones erlaubt worden waren – und schon Ende der Achtziger experimentierten Nutzer mit Ataris und Apple-ROMs. Nun gibt es gleich zwei Projekte, die macOS und iOS auf Hardware holen, die von Apple nicht zugelassen ist. Eines davon setzt auf brandneue Software, das andere auf ein älteres Betriebssystem.
Die Macher hinter dem Snapintosh-Projekt haben macOS 27 so manipuliert, dass es auf ARM-PCs mit Qualcomm-Snapdragon-Prozessor läuft, darunter solchen mit dem X2-Elite-Extreme-Prozessor. Dazu wird eine ARM64-Kompatibilitätsschicht über einen EL2-Hypervisor implementiert. Es gibt sogar Grafiktreiber für Metal, die für die im Snapdragon enthaltenen Adreno X2-90-GPUs angepasst sind. Trackpad, Tastatur und SSD-Ansprache funktionieren ebenfalls.
Erfolgreich getestet wurde Snapintosh allerdings nur auf einem Asus Zenbook, der A16-UX36070A-Variante. Der Bildschirm lässt sich mit 60 Hertz ansprechen, es werden sechs virtuelle CPU-Kerne gefunden. Töne werden nicht wiedergegeben, auch Schlafenlegen und Aufwecken funktioniert noch nicht. Am störendsten ist allerdings, dass man einen Mac benötigt, damit die Maschine überhaupt bootet: Es handelt sich also um ein Tethered-Projekt. Denn einen Bootloader gibt es derzeit noch nicht, an diesem wird noch gearbeitet.
Ebenfalls interessant ist das HackiOS-Projekt. Hier versuchen Bastler, ältere iOS-Versionen ohne größere Änderungen auf ARM-Smartphones laufen zu lassen, die sonst unter Android arbeiten.
Momentan geht es mit dem Snapdragon 778G auf einem POCO X5 Pro 5G sowie via QEMU. Das Vorhaben bediente sich unter anderem Vibecoding, um die Anpassung zu implementieren. Es funktioniert derzeit nur mit iOS 16.5. Auf X kursieren Videos, die das Booten auch auf Redmi-Note-12-Geräten sowie einem Nothing 3a zeigen. Gänzlich neu ist iOS unter Android nicht, bereits 2010 gab es hier erste Versuche. Den Virtualisierungsspezialisten von Corellium gelang dies auch mit späteren iOS-Versionen. macOS gab es zudem über Jahre auf Intel-PCs, mithilfe von Hackintosh-Ansätzen.
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