// LINUX-MAGAZIN — LINUX & OPEN SOURCE
KI frisst nächste Schlüsselressource
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Nach den Speicherchips, deren Produktionskapazität größtenteils in riesige KI-Projekte fließt, vereinnahmt KI nun die nächste Schlüsselressource aller Elektronik: die Leiterplatte.
Leiterplatten, die inzwischen kaum noch in Europa, sondern überwiegend in China gefertigt werden, sind fast über Nacht zum neuen Engpass geworden, weil KI-Konzerne die Produktion ganzer Fabriken aufkaufen, wie das Handelsblatt berichtet. In der Folge steigen die Preise auf das Dreifache und die Lieferzeiten verlängern sich drastisch. Noch schlimmer ist aber die Ungewissheit für Hersteller elektronischer Module oder Geräte, die alle auf Leiterplatten angewiesen sind: Sie stecken im Toaster wie im Elektroauto, im Laptop wie im Melkroboter. Fehlende Leiterplatten können schlimmstenfalls zum Stillstand der Produktion führen.
An dieser Misere soll sich auch in den nächsten zwei bis drei Jahren wenig ändern. Die Produktionskapazitäten lassen sich nicht einfach vergrößern, weil auch die dafür nötigen Maschinen nun viel längere Lieferfristen haben. In Deutschland wäre die Herstellung außerdem um ein Vielfaches teurer und es fehlt das Rohmaterial. So hat sich auch die Lieferfrist für FR-4, ein Laminat aus Glasfasergewebe und Epoxidharz, auf dem die Leiterbahnen aufgebracht werden, von zwei bis drei Wochen im Frühjahr auf sechs bis acht Wochen verlängert.
Auch in diesem Fall zeigt sich, welche großen Probleme aus der Abhängigkeit von ausländischen Anbietern erwachsen können.
Das KeePassXC-Projekt hat Version 2.8.0 seines Passwortmanagers veröffentlicht. Die erste stabile Ausgabe der neuen Versionsreihe 2.8 bringt diverse neue Funktionen, Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates.
Mehrere „Blocker-Bugs“ verhindern die Veröffentlichung der nächsten Fedora-Version, die eigentlich schon in dieser Woche hätte erscheinen sollen. Das Release verschiebt sich damit zumindest bis Anfang November.
Die schlanke Server-Distribution DietPi umfasst ein neues Werkzeug, mit dem sich VPN-Verbindungen über das WireGuard-Protokoll recht einfach verwalten und einrichten lassen. Bestehende Anwender sollten zudem einen Blick auf „dietpi-software“ werfen.
Die vor allem unter Suse-Distributionen genutzte Softwareverwaltung Myrlyn und der Installationsassistent Agama liegen in neuen Versionen vor. Während Agama 25 vor allem Nutzerwünsche umsetzt, schraubt Myrlyn 1.1 leicht an der Optik.
Linux 7.3 setzt die Liste der Rekorde aus vorangegangenen Versionen fort. Zum ersten Mal wurden mehr als 20 000 Commits integriert - viele davon offenbar mit KI-Hilfe erstellt.