// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
Schalter entdeckt: Windows 11 wird für Advanced Performance Extensions gerüstet
In einer Insider-Version von Windows 11 wurde ein neuer Schalter entdeckt. Mit diesem lassen sich die Advanced Performance Extensions (APX) aktivieren. Dabei handelt es sich um eine x86-Befehlssatzerweiterung für mehr Leistung. Aber erst Intel Nova Lake und Diamond Rapids werden sie nächstes Jahr einführen.
Den besagten Schalter hat „Xeno“ im vor wenigen Tagen veröffentlichten Windows 11 Insider Experimental (Future Platforms) Preview Build 29695.1001 entdeckt. In den Release Notes von Microsoft wird die neue Option, die sich in Developer-Menüs befindet, nicht erwähnt.
An dieser Stelle steht ein externer Inhalt von X, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Er kann mit einem Klick geladen und auch wieder ausgeblendet werden.
Here is how the new "Advanced Performance Extensions (APX)" setting would appear on compatible hardware on 29695 pic.twitter.com/o5wrhnruJH
Allerdings ist sie vorerst auch ohne Funktion, sofern man nicht bereits über ein Vorserienexemplar von den besagten Intel-Prozessoren verfügt. „Lass Windows APX für eine bessere Leistung verwenden“ lautet die Beschreibung der neuen Option. Wird die Einstellung aktiviert, erscheint der Hinweis, dass APX erst nach einem Neustart angeschaltet wird. Doch im Falle von „Xeno“ passiert gar nichts, denn ein mit APX kompatibles System ist nicht vorhanden.
Die von Intel schon im Juli 2023 vorgestellten Advanced Performance Extensions (APX) sollen die Leistung von x86-Prozessoren bei allgemeinen Aufgaben steigern. Dafür wird die Zahl der sogenannten General-Purpose Register (GPR), frei übersetzt Allzweck-Register, von bisher 16 auf 32 verdoppelt. Diesen August hat Intel eine ausführliche Dokumentation zur Befehlssatzerweiterung APX für x86-CPUs veröffentlicht. Die Schlüsselmerkmale lauten wie folgt:
Intel verspricht weniger Load- und Store-Operationen bei mit APX kompiliertem Code sowie schnellere und effizientere Zugriffe auf die Register. „Die Erweiterungen bieten effiziente Leistungssteigerungen bei einer Vielzahl von Arbeitslasten, ohne die Siliziumfläche oder den Stromverbrauch des Kerns deutlich zu erhöhen“, heißt es in der Einführung.
Was APX in der Praxis für Vorteile bringt, wird sich erst später zeigen. Zumindest rüsten sich auch schon andere Software-Anbieter: Das Tool AIDA64 hat sogar bereits im April einen „APX optimized SHA3 benchmark for next-gen architectures“ erhalten.
In einem Bericht von Neowin zu diesem Thema heißt es zudem, dass der APX-Schalter potenziell erst mit Windows 11 27H2 seinen Weg ins reguläre Windows 11 finden wird. Demnach könnte es durchaus noch ein ganzes Jahr dauern.
Wie der zuletzt im August aktualisierten GNU Compiler Collection (GCC) zu entnehmen ist, wird APX sowohl von Intel Nova Lake als auch von Intel Diamond Rapids unterstützt. Bei Nova Lake handelt es sich um die neue Client-CPU-Familie, die nächstes Jahr für Desktop-PCs und Notebooks erscheint. Mit Diamond Rapids ist wiederum die kommende Xeon-Generation für Server gemeint, die auch 2027 erscheinen soll.