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Deutsche sparen weniger - aber immer noch viel
Die Deutschen haben 2025 etwas weniger gespart als im Vorjahr. Trotzdem liegt die Sparquote deutlich über dem EU-Schnitt. Nur in einem Land in Europa wird noch mehr gespart.
Die Deutschen haben 2025 anteilig weniger von ihrem verfügbaren Einkommen auf die hohe Kante gelegt als im Vorjahr. Mit 18,9 Prozent lag die sogenannte Bruttosparquote allerdings noch deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union (EU) von 14,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Jahr 2024 hatte sie noch bei 19,6 Prozent gelegen.
Auch in diesem Jahr bleibt die Quote auf diesem Niveau: Im ersten Halbjahr 2026 lag sie ebenfalls bei 18,9 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren sparten die Haushalte hierzulande im Durchschnitt 19,1 Prozent ihres Einkommens.
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Einen Höchststand hatte die Bruttosparquote im Jahr 2020 mit 22,9 Prozent erreicht: Während der Corona-Pandemie hatten viele Menschen mehr Geld übrig als in normalen Zeiten, weil zum Beispiel Urlaubsreisen ausfielen und Freizeiteinrichtungen zeitweise geschlossen waren.
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Die Deutschen wurden derweil in Europa nur von den Schweizern übertroffen, die 27,4 Prozent sparten. Dort hat allerdings die private Altersvorsorge eine deutlich höhere Bedeutung als hierzulande.
In Frankreich legten die privaten Haushalte im vorigen Jahr 17,8 Prozent ihres verfügbaren Bruttoeinkommens zurück, in den Niederlanden waren es 17,4 Prozent, in Österreich 15,7 Prozent.
Besonders wenig sparten innerhalb der Europäischen Union private Haushalte in Italien mit einer Sparquote von 10,8 Prozent. Damit lagen sie fast auf dem Niveau der konsumfreudigen US-Amerikaner, die nur 10,7 Prozent ihres Einkommens für später zur Seite legten.
Die Statistiker nutzen für den internationalen Vergleich die Bruttosparquote, weil es nur dafür vergleichbare Daten gibt, wie das Bundesamt erläutert. Berücksichtigt wird dabei sowohl das, was private Haushalte von ihrem verfügbaren Einkommen zum Beispiel aufs Sparbuch packen oder an der Börse anlegen, als auch neu erworbene Ansprüche in der betrieblichen Altersvorsorge.